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ſetzliche Verbrechen, wie die Ihrigen ſind, ſtraflos bleiben würden... Sie haben ſich getäuſcht. 4
Sie wollen mich alſo tödten, mein Vater? fragte Ernſt mit feſter Stimme, welche aber doch zum erſten Mal eine leichte Bewegung verrieth.
Ich will einen Act der höchſten Gerechtigkeit voll⸗ ziehen, will es thun, was ich für mich und für ſie ... er zeigte auf das Portrait... thun muß, und Gott wird mir verzeihen, er, welcher in mein Herz ſieht, er, welcher mich antreibt, Sie zu züchtigen durch ein neues Verbrechen, durch das größte vielleicht von allen. Möge Gott auch Ihnen verzeihen, entſetzliches Werkzeug meines und Ihres eigenen Unglücks, Ihnen, den zu ver⸗ fluchen ich nicht die Kraft habe in dem Augenblick, wo ich mich von Ihnen trenne... Gott verzeihe Ihnen, Unglücklicher!
Und bevor Ernſt die Abſicht des Greiſes wahrneh⸗ men konnte, hatte dieſer das Piſtol gegen das eigene Haupt gekehrt.
Der Schuß fiel und der unglückliche Vater ſtürzte, im Blut gebadet, zu den Füßen des Vatermörders nieder.
7. Ein Einfall eines verzogenen Kindes.
Während im Hauſe des Herrn von Saint⸗Serve zwiſchen Vater und Sohn dieſer Kampf ſtatthatte, deſſen Ende ein ſo teagiſches und unerwartetes ſein ſollte, war auch im Hotel Chamarante wenig Schlaf zu finden.
Die Vicomteſſe, welche lange bei ihrer Tochter ge⸗ blieben, erfuhr erſt um Mitternacht, daß Diener der Gerichte in ihrem Hauſe geweſen und welche Anklage gegen Ernſt gerichtet wurde. Sie gebot den Dienern ausdrücklich, dieſe Vorfälle vor Beatrir geheim zu halten,


