Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Sie nicht ſchon gegangen? verſetzte der Greis mit er⸗ ſtickter Stimme.

Weil ich von allen Seiten gehetzt wurde, weil ich bei Babette ein ſicheres Verſteck zu ſinden glaubte, weil von allen Orten der Welt Ihr Haus das letzte war, wo man mich verborgen glauben konnte.

Herr von Saint⸗Serve ließ das Haupt ſinken und dachte nach.

Wohin wollen Sie gehen?

Nach England..

Welche Mittel zur Flucht haben Sie?

Keine, aber ich werde welche finden.

Exiſtirt alſo keine Möglichkeit, Sie auf den Weg zur Rechtſchaffenheit zurückzuführen?...

Es war ein feierlicher Augenblick.

Der unglückliche Vater erwartete ängſtlich eine Ant⸗ wort, allein Ernſt ſchwieg.

Nun erhob ſich der Präſident. Sein Geſicht trug den Ausdruck eines unwiderruflichen Entſchluſſes. Seine impoſante Haltung machte ſelbſt auf Ernſt Eindruck.

Erfüllen Sie die letzte Bitte, welche ich auf dieſer Welt an Sie richten werde, ſagte er ſanft, kommen Sie ... Werfen Sie einen Blick auf dieſes Portrait!...

Ernſt ſchaute überraſcht auf.

Auf das Portrait meiner Mutter?

Ja, auf das Portrait Ihrer Mutter!

Beider Blicke hefteten ſich auf ein Gemälde von Gerard, welches eine bewunderungswürdig ſchöne junge Frau darſtellte, deren Züge mit denen Ernſt's eine auf⸗ fallende Aehnlichkeit hatten.

Der Präſident ergriff ſeinen Sohn haſtig bei der Hand und führte ihn dicht vor das Gemälde. Eine tiefe Trauer, eine unbeſiegliche Zärtlichkeit belebten ſeine Züge.

Ernſt, ſagte er, in dieſem ſchmerzvollen und entſchei⸗ denden Augenblicke, will ich den unwiderruflichen Ent⸗ ſchluß, welchen mir die Ehre vorſchreibt, nicht faſſen,