Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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pforte anzeigte, daß das Hotel ſeiner gefährlichen Gäſte

entledigt ſei.

Sogleich ging er auf das Cabinet zu und rief ſei⸗ nen Sohn heraus.

Die Zeit drängt... Jede Minute iſt eine Todes⸗ gefahr!... Zum letzten Mal: geben Sie meiner Bitte nach!... Ueberliefern Sie mir die Banknoten und dann... gehen Sie.

Ich gehe ſehr gerne, mein Herr, allein ich will frei gehen und als Herr meines Schickſals. Ei, ja doch! das Eis iſt gebrochen und ich werfe die Maske ab. Die Furcht hat mich endlich verlaſſen... Ich ſetze Sie in Erſtaunen?... aber wer iſt ſchuld daran?!... Sie haben mich auf eine Weiſe erzogen, welche meinen Nei⸗ gungen durchaus entgegengeſetzt war. Sie wollten aus mir einen ebenſo unbeſcholtenen, ernſten und ſtrengen Rich⸗ ter machen, wie Sie einer ſind, aber wenn ich einerſeits von dem Gerichtspräſidenten von Saint⸗Serve abſtamme, ſo ſtamme ich anderſeits durch meine Mutter von dem Grafen von Marinville, dem verwegenſten Wüſtling der Regentſchaft, und ich habe unglücklicherweiſe viel mehr von dem letzteren Stamme, als von dem erſteren. Im Alter von achtzehn Jahren flehte ich Sie an, mich Dienſte nehmen, mich mit dem Leben ſpielen zu laſſen, mir zu geſtatten, dieſe abſcheulichen Akten, dieſen jäm⸗ merlichen Kram einfältiger Worte, dieſes advokatiſche Maskencoſtüme aufgeben zu dürfen, deſſen Häßlichkeit und Düſterkeit allein ſchon hinreichte, mich mit Ekel zu erfüllen. Sie geſtatteten es nicht. Sie haben den über⸗ ſchwellenden Moſt meiner Jugend und meiner Phantaſie mit dem Gewicht Ihres despotiſchen Joches zuſammen⸗ gepreßt und dieſer Moſt iſt ſauer und brandig gewor⸗ den. Was konnte ich dafür? Sie zwangen mich zur Ruhe und mir brannte das Blut in den Adern, Sie nöthigten mich zur Zurückgezogenheit und das Vergnü⸗ gen war mein Gott, mein Jdol, mein erſtes Bedürfniß, die Nothwendigkeit meines Lebens. Der Erfolg war der,