Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Nehmen Sie ſich in Acht, ſagte Ernſt kalt, Sie vergeſſen ſich. Wenn Sie ſo fortfahren, wird es überflüſſig ſein, die Beamten zu rufen, denn dieſe Herren werden von ſelber kommen. 3

Dieſes Uebermaaß von Unverſchämtheit erbitterte den Greis, allein Ernſt ließ ihm nicht Zeit zum Spre⸗ chen ſondern fuhr fort:

Erlauben Sie mir, mein Herr. Ich glaube, daß eine Erklärung unter uns nöthig iſt, und ich habe eine ſolche ſchon lange gewünſcht. Ihre Lebensweiſe, die

1 Furcht, welche Sie mir einflößten, haben mich bis jetzt ſchweigen laſſen. Falls dieſe Erklärung früher ſtattge⸗ funden, ſo wären vielleicht die Ereigniſſe von Heute un⸗ geſchehen geblieben. Ich achte Ihren Charakter... ich I ehre an Ihnen...

Still! ſagte der Greis mit erſtickter Stimme. Es handelt ſich nicht um eine Erklärung, ſondern darum, auf der Stelle das Geld herauszugeben, welches Sie ge⸗

ſtohlen. Es handelt ſich darum, wenigſtens wieder gut⸗ zumachen, was noch gutzumachen iſt, da wir leider den Todten das Leben nicht wieder geben können. Das Geld! Her damit!

Das iſt gerade der Punkt, in welchem ich nicht nachgeben werde. Dieſe Summe iſt mir nöthig und ich behalte ſie. Sie behalten ſie, Sie... ein Saint⸗Serve! ſchrie

der Greis, vor Entrüſtung erröthend. Und Sie glauben 9 mich zu kennen! Sie glauben, daß mein Gewiſſen ver⸗ ſtummen werde vor dem Gedanken, meinen Stamm auf dem Schaffot erlöſchen zu ſehen!

Ei nun, verſetzte der Sohn mit ſardoniſchem Lachen, er muß doch einmal auf die eine oder andere Weiſe er⸗ löſchen.

Elender!... das Geld!... Gib mir das Geld!

.. oder ich ziehe die Glocke! Nur zu, läuten Sie! Wüthend ſtürzte der Präſident auf das Kamin zu