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los, wo ſein Sohn ſich befand, und gab ihm ein Zei⸗ chen herauszukommen.
Dieſer Augenblick, der feierlichſte ihres ganzen Le⸗ bens, ſteigerte in ſehr verſchiedener Weiſe, ihre beider⸗ ſeitige Stimmung. Unfähig, ſich länger zu halten, ſank der Vater auf einen Stuhl, bedeckte ſein Geſicht mit den Händen und ſuchte ein krampfhaftes Schluchzen zu unter⸗ drücken. Auf der entgegengeſetzten Seite des Tiſches ſtand der Sohn mit trockenem Auge und feſtem, faſt gleichgül⸗ tigem Blick. Die Arme gekreuzt und in jeder Hand ein Piſtol haltend, ſchien er einer Scene beizuwohnen, welche ihn weiter Nichts anging.
Der Greis und der junge Mann ſchienen die Rollen getauſcht zu haben. Der Vater, deſſen weiße, ſonſt ſo wohlgeordnete, jetzt aber verworrene Haare unordentlich auf ſein verſchobenes Kleid herabſielen, hatte die Hal⸗ tung eines Angeklagten, der Sohn dagegen die eines Richters. Ernſt war elegant gekleidet; er trug gelbe Handſchuhe und gefirnißte Stiefeln, ſeine ſchönen Züge waren ſo heiter wie an einem Tag des Vergnügens, ſein hoher und ſchlanker Wuchs war ſo imponirend wie ge⸗ wöͤhnlich.
Der Präſident erhob, nachdem er der Schwäche, die er ſich zum Vorwurf machte, einige Augenblicke nach⸗ gegeben, das Haupt und begegnete dem feſten, unbeweg⸗ lichen und eiſigen Blick des jungen Mannes. Dieſer Blick drang wie ein Pfeil in das gebrochene Vaterherz und verlieh ihm die Energie des Zorns.
Er machte mit der Hand ein gebieteriſches Zeichen und ſagte:
Mein Herr, legen Sie Ihre Waffen ab und hüten Sie ſich, laut zu ſprechen. Thäten Sie dieſes, ſo wür⸗ den Sie ſich gezwungen ſehen, abermals einen Mord zu begehen. Antworten Sie... ein Wort... nur ein einziges Wort... Haben Sie die 300,000 Francs geſtohlen?
de
—+½——₰ᷣ᷑—


