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Dann blieb ſie an der Thüre ſtehen und ließ die Leute der Juſtiz an ſich vorübergehen. Der Präſident kam zuletzt. Sie hielt ihn auf, und die Hände in der Stellung flehend⸗ ſter Bitte faltend, flüſterte ſie ihm zu: Herr Präſident, im Namen ſeiner Mutter, über⸗ liefern Sie ihn nicht! Er iſt im Gartenpavillon. Der Präſident taumelte ein paar Schritte zurück.
5. Vater und Sohn.
Die unerwartete Nachricht von der Anweſenheit Ernſt's im Hotel, mit flüſternder Stimme durch die bleiche und zitternde Haushälterin gegeben, erfüllte den Greis mit unſäglicher Angſt. Er warf einen unruhigen Blick um ſich, als wollte er ſich vergewiſſern, daß er und Babette allein ſeien, faßte ihren Arm und raunte ihr heftig in's Ohr: 5
Unglückliche, Du willſt mich alſo zwingen, meinen Sohn auf's Schaffot zu führen?
Dieſe Worte verriethen die herbe Feſtigkeit, welche dieſe eiſerne Seele inmitten der Angſt väterlicher Liebe bewahrte.
Herr, Herr, verſetzte Babette, ihre Stimme dämpfend, das werden Sie nicht thun oder die Heilige, die droben iſt, wird Sie im Himmel verfluchen und ich, ich werde es auf Erden thun.
Herr von Saint⸗Serve fühlte ſein Herz erweichen
durch das Mitgefühl, durch den entſetzlichen Gedanken,
ſeinen einzigen Sohn, die Hoffnung ſeines Stammes, dem Henker zu überliefern. Aber ſogleich gedachte er wieder der heiligen Pflicht, welche ſeine Eigenſchaft als Richter ihm auflegte. Er gedachte auch der unklugen Worte, welche er einen Augenblick zuvor ausgeſrwehen,


