Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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abgewann. Sie wiſſen beſſer als irgend Jemand, Herr Präſident, daß er nicht in der Lage war, dieſe Summe zu bezahlen...

Das genügt. Meine Herren, thun Sie Ihre Pflicht. Ich will Sie ſelber führen. 3

Seit einigen Augenblicken waren Polizeiagenten angekommen und warteten im Vorzimmer.

Der Procurator des Königs gab ihnen ein Zeichen, und ſogleich begann unter den Augen des Vaters eine Jagd, deren Wild ſein einziger Sohn war.

Er wohnte derſelben ſchweigend bei, ohne ein ein⸗ ziges Wort in die wenigen Amtsworte zu miſchen, welche die Leute des Königs vorbrachten.

Man fand im Erdgeſchoß Niemand und mußte jetzt daran gehen, das erſte Stockwerk zu durchſuchen, wo ſich die Staatszimmer befanden, und das zweite, welches unbewohnt war..

Herr von Saint⸗Serve, deſſen Kräfte nachließen und der ſich geſetzt hatte, klingelte einem Lakai und be⸗ fahl ihm, die Haushälterin zu rufen, damit dieſelbe den Beamten alle Thüren und Behältniſſe auſſchließe. Die alte Babette ließ lange auf ſich warten. Endlich kam ſie, bleich, verwirrt, außer Stande, ein Wort zu ſprechen.

Ihr Gebieter bemerkte ihren Schrecken nicht und ſagte ſtreng:

Babette, warum habt Ihr Euch nicht bereit hebal⸗ ten, dieſe Herren zu begleiten, wie ich Euch befahl?

Ich kam... ich ging... Verzeihung, Herr Präſident, da bin ich.

Dieſe gute Frau iſt erſchrocken, ſiel der Procurator des Königs ein. Sie iſt an ſolche Scenen nicht ge⸗ wöhnt. Beruhigen Sie ſich, Madame, man wird Ihnen nichts zu Leide thun. Sie ſollen uns bloß führen.

Mit zitternder Hand ſteckte Babette den Schlüſſel in das Thürſchloß und trat mit ungewiſſem Schritte in einen ungewöhnlich großen Saal, welchen der Präſident ſeit dem Tode ſeiner Frau nicht mehr betreten hatte.

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