Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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mochte ſich nicht länger zu bemeiſtern. Das ſchrecklichſte Unglück vorherſehend erhob er ſich lebhaft und ſagte:

Wozu dieſe Fragen, mein Herr? Was hat mein Sohn gemein mit dem in der Paſſage Vendome began⸗ genen Mord?

Die beiden Beamten ſahen ſich an, ohne zu ant⸗

worten. In ſeinen ſchwarzen Kleidern, mit ſeinem Geſichte, das ſo weiß war wie der Puder ſeiner Haare, mit ſeiner erlöſchenden Stimme und zitternden Hand, mit ſeinem gegen ſie ausgeſtreckten Arm, in ſeinem Bemühen, ſei⸗ nem gräßlichen Schmerz zum Trotz die Würde ſeines Alters und ſeiner Stellung zu bewahren, flößte ihnen Herr von Saint⸗Serve Achtung oder unwillkürliches Mitleid ein.

Sie ſchweigen, meine Herren? ſagte er. Sie fürch⸗ ten alſo, mich ſchwach zu finden; Sie fürchten vielleicht, mich zu erzürnen. Sie täuſchen ſich. Ich bin ruhig, ich bin kalt und vermag Alles zu hören. Sprechen Sie alſo, ſprechen Sie!

Er ließ ſich auf ſeinen Stuhl zurückfallen, nicht länger im Stande, ſich aufrecht zu erhalten, aber ſelbſt in Fer Schwäche noch majeſtätiſch.

Herr Präſident, verſetzte der Procurator des Königs, niemals noch habe ich das Gewicht meines Amtes ſo ſehr gefühit. Wollen Sie uns die Nachweiſungen geben, welche Sie zu geben vermögen in Betreff Ihres Soh⸗ nes, in Betreff ſeiner Gewohnheiten..

Er hat regelmäßige und ſeine Aufführung war ſeit achtzehn Monaten tadellos... wenigſtens glaubte ich ſo.

Und während dieſer Zeit hat er ſtets in Ihrem Hauſe gelebt? Er machte keine Reiſe?

Keine.

Wohl, Herr Präſident. Es bleibt uns jetzt noch übrig, Sie zu bitten, uns in Ihr Hotel zu führen. Es liegt uns ob, daſſelbe einer Viſttation zu unterwerfen. Indem er dieſe Worte mit gedämpfter Stimme

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