Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Der Unterſuchungsrichter nahm das Wort, indem er mit einer achtungsvollen Verbeugung ſagte:

Ich habe nicht nöthig, Ihnen bemerklich zu machen, Herr Präſident, daß die Erfüllung der Pflichten unſeres Amtes oft peinlich iſt..

Mein Herr, ich weiß, was man der Juſtiz ſeines Landes ſchuldig iſt. Sechsundſiebenzig Jahre eines, wie ich zu ſagen wage, vorwurfsfreien Lebens bezeugen meine vollſtändige Unterwerfung unter die Geſetze und For⸗ derungen meines Standes. Ich erwarte Ihre Eröffnung.

Es handelt ſich um das Verbrechen, welches bei dem Wechsler begangen wurde. Sie waren in dem Hotel, als Frau von Chamarante eine zahlreiche Ge⸗ ſellſchaft empfing. Es ſcheint, daß bei der Ankunft des Bräutigams ihrer Tochter ein ſeltſamer Vorfall ſich er⸗ eignete, welcher mit dem Mord in Verbindung zu ſtehen ſcheint... Sie waren ohne Zweifel Zeuge dieſes Vor⸗ falls und wir hoffen von Ihnen Nachweiſungen zu er⸗ halten, welche, wir fürchten es wenigſtens, die ſchweren Indicien verſtärken könnten, die in dieſem Augenblick die Gerechtigkeit auf die Spur des Schuldigen bringt.

Der Vorfall, von dem Sie ſprechen, iſt in der That ſeltſam. Herr von Monza wurde von Fräulein von Cha⸗ marante ungeduldig erwartet. Sie hatte den Tag über ein prächtiges Diadem von ihm erhalten und wollte zum erſten Mal nur von der Hand ihres Verlobten damit geſchmückt ſein. Der Salon war von einer glänzenden Menge angefüllt, als Herr von Monza ankam. Er nahm die von Diamanten funkelnde Krone und ſetzte ſie ſeiner Braut auf die Stirne. Allein ſein Handſchuh war mit Blut befleckt. Sie begreifen den unbeſchreib⸗ lichen Schrecken, welcher ſich der Geſellſchaft bemächtigte ... So verhält ſich die Sache... Haben Sie mich ſonſt noch Etwas zu fragen?

Ein ſolches Ereigniß kann nicht ſtattfinden, ohne Erklärungen zu veranlaſſen.

Herr von Monza erzählte, daß er an dem Thor des

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