Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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auszuſetzen, mit einem Herzen ohne Glauben, ohne Liebe, ohne Begeiſterung, ohne Hoffnung, fiel er raſch von Schuld zu Schuld bis auf die letzte Stufe des Laſters. Herr von Saint⸗Serve erhielt den Beweis, daß ſein Sohn eine Fälſchung begangen. Ernſt war jetzt voll⸗ jährig, der Präſident ſtellte ihm Rechnung, und nach⸗ dem vermittelſt des Opfers eines bedeutenden Theils der mütterlichen Hinterlaſſenſchaft einer Anklage bei den Gerichten vorgebeugt worden, verbot er ſeinem Sohn, ihm je wieder vor Augen zu kommen....

Unverſehens öffnete ſich die Thüre des Salons.

Herr Präſident, meldete ein eintretender Kammer⸗ diener, der Herr Unterſuchungsrichter und der Herr Po⸗ lizeicommiſſär wünſchen Sie zu ſprechen.

Herr von Saint⸗Serve fühlte all' ſein Blut dem Herzen zuſtrömen... Eine ſchmerzliche Beklemmung ſchnürte ſeinen Geiſt zuſammen... Aber er faßte ſich und ſagte mit feſter Stimme:

Laßt die Herren eintreten.

Das Verhör.

Der Kammerdiener führte die beiden Beamten ein. Es trat eine Pauſe von einer Minute ein, während welcher die ſtählerne Seele des Präſidenten, dieſes Man⸗ nes der alten Zeit, ſich wieder härten konnte. Er ord⸗

nete ſeine Züge mit einer höchſten Anſtrengung des

Willens, und als die Beamten eintraten, ging er ihnen entgegen, ruhiger als ſie ſelber.

ie Herren begrüßten ſich ſchweigend und der Die⸗ ner entfernte ſich, nachdem er Stühle hingeſtellt.