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Menſch, dem man nicht den geringſten Vorwurf zu ma⸗ chen berechtigt war, plötzlich der tiefſten Verworfenheit anheimfallen kann... Und man glaubt an eine ebenſo plötzliche, ebenſo wunderbare Rückkehr vom Laſter zur Tugend!... Der Verdacht, den man auf ein makel⸗ loſes Leben wirft, man bildet ſich nicht ein, daß er ein Leben bedrohen kann... ein ſchon compromittirtes Leben...
Mein Herr! rief Herr von Sainte⸗Serve, in wel⸗ chem tauſend Gefühle, tauſend ſchlummernde Erinnerun⸗ gen aufwachten, wie durch einen Blitz entzündet.
Nun wohl, ſagte der Marquis mit Ruhe, ich habe Nichts geſagt... habe den Schuldigen nicht genannt ... Aber, ich wiederhole es, indem ich Sie verlaſſe, forſchen Sie ihm nicht nach, ſuchen Sie ihn nicht!
So ſprechend nahm der Marquis ſeinen Hut von der Conſole und entfernte ſich raſch, während der Prä⸗ ſident von Saint⸗Serve mit ſtarrem Blicke und mit von einer plötzlichen und gräßlichen Ahnung erfaßtem Geiſt zitternd den Arm eines Lehnſtuhls erfaßte und ſich laut⸗ los in denſelben niederſetzte.
3. Der Mörder.
Um die Verwirrung zu begreifen, in welche die letzten Worte des Herrn von Monza das Gemüth des Präſidenten verſetzten, iſt es nöthig, die Stellung aus⸗ einanderzuſetzen, in welcher ſich der Greis gegenüber ſei⸗ nem einzigen Sohn, Ernſt von Saint⸗Serve, befand, der ein Studiengenoſſe des Marquis und wie dieſer Mitglied des Jockey⸗Clubbs war. 8
Der Sorgfalt und Zärtlichkeit ſeiner Mutter frühe beraubt, war Ernſt herangewachſen unter der kalten und


