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eines Tages bedürfen würde und welche nur aus einer Liebe entſpringt, welcher man Alles opfern mag... Ich hoffte, Sie hegten ein ſolches Gefühl für Beatrir, und deßhalb willigte ich in eure Verbindung. Sollte ich mich getäuſcht haben? Gibt es Etwas, was Sie höher anfhiagen als dieſe Heirath? Wohlan, wenn es ſo iſt, ſo iſt es mir, dem für ihre Zukunft verantwort⸗ lichen Vormund des Fräuleins von Chamarante und dem Herrn über ihr Geſchick, unmöglich, in dieſer Ver⸗ bindung die glücklichen Chancen, welche ſie mir darzu⸗ bieten ſchien, noch ferner zu ſehen, und ich ziehe meine Einwilligung zurück.
Eine Drohung! ſagte Herr von Monza erbleichend.
Nein, ein Ultimatum! Sie werden den Mörder der Tochter des Wechslers nennen, Sie werden dieſen Elenden Ihrer Liebe opfern oder aber mir geſtatten, zu
glauben, daß dieſe Liebe unter Ihren Gefühlen nicht den
Nang einnimmt, welchen ſie einnehmen ſollte. Sie lie⸗ ben Fräulein von Chamarante nicht, irgend Jemand iſt Ihnen theurer... ſonſt hätten Sie bereits geſprochen.
Ich liebe Fräulein von Chamarante nicht?! ſagte der Marquis, deſſen Augen ſich mit Thränen füllten... Oh, Sie ſelber werden binnen Kurzem begreifen, daß mein in dieſem Augenblick beobachtetes Schweigen der größte Beweis von Liebe iſt, den ich zu geben vermag... Aber brechen wir ab. Was Sie Ihr Ultimatum nennen, iſt keines: das iſt ein Aufſchub von wenigen Tagen, weiter Nichts. Sie werden mir Ihr Vertrauen zurück⸗ geben, werden mich noch höher achten als bisher... werden mich ſegnen, fügte er mit ſtarker Betonung dieſes Wortes hinzu, ſegnen für mein heutiges Beneh⸗ men... Und den Moment erwartend, wo ich den Schuldigen werde nennen können, hören Sie mich wohl!... forſchen Sie nicht nach ihm, ſuchen Sie ihn nicht, Herr von Saint⸗Serve!... Das geradeſte Ur⸗ theil, der erfahrenſte Geiſt kann getäuſcht werden... Man glaubt naturgemäß, man bildet ſich ein, daß ein


