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ſelben beſtehen ſollten, eine Veränderung in meinen Ge⸗ ſinnungen hervorrufen könnte.
Wenn Herr von Saint⸗Serve den Blick der Ueber⸗ raſchung und des Mitleids geſehen hätte, welchen ihm der Marquis zuwarf, als er von ſeinem Sohne ſprach, ſo hätten ſeine Worte vielleicht eine andere Wendung genommen; allein mehr damit beſchäftigt, ſeinen Ge⸗ dankengang zu verſolgen als den Eindruck, welchen der⸗ ſelbe auf dem Geſicht ſeines Geſellſchafters hervorbrachte, hatte der Präſident nichts geſehen und Herr von Monza, welcher ſeine Verbindung mit Beatrix durch einen Mann bedroht ſah, der ihm in der That die Hand ſeiner Er⸗ korenen verweigern konnte, hütete ſich wohl, eine Aus⸗ einanderſetzung zu unterbrechen, welche die letzten Worte des Präſidenten ihm ankündigten. 8
Sprechen Sie, mein Herr, ſprechen Sie! ſagte er.
Ja, mein lieber Herr von Monza, ich kenne Bea⸗ trix, ich ſah ſie geboren werden. Ich kenne ihre Fehler eben ſo gut wie ihre Vorzüge. Launiſch, gutmuthig, reizend, natürlich und zärtlich, aber beſchränkt und träge, iſt ſie dabei von einem Eigenſinn, welchen ſie für Cha⸗ rakter hält. Eine eingewurzelte Sorgloſigkeit, eine voll⸗ ſtändige Unkenntniß der Pflichten einer Hausfrau... die blinde Fürſorglichkeit ihrer Mutter hat die Tochter vor jeder Mühe, jeder Sorge bewahrt.. Ich über⸗ treibe nicht... Ihre Jugend, ihre Schönheit wirft über all' dieß den Zauber der Anmuth, allein Schönheit und Jugend vergehen... die Fehler bleiben... Wohlan, ungeachtet der Mängel, welche dieſes verzogene Kind an ſich hat, glaubte ich und glaube ich noch, daß Beatrix gluͤcklich ſein könne... aber unter einer Bedingung, und dieſe iſt, daß ſie ihrem Manne 8 tiefe Leiden⸗ ſchaft, eine jedes andere Gefühl weit überragende Zu⸗ neigung einflöße... verſtehen Sie mich wohl... eine Zuneigung, welche uns die Garantie gäbe, daß ſie in dem Herzen des Mannes ihren Führer, ihre Stütze und jene mit Feſtigkeit verbundene Nachſicht finde, deren ſie


