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genommen... Meine Einwilligung zur Verheirathung ihrer Tochter iſt nicht weniger nothwendig als die ihrige... Sie wiſſen es.
Großer Gott! und was verlangen Sie denn, mein Herr? rief der Marquis aus, zu Herrn von Saint⸗Serve zurückkehrend.
Hören Sie mich! ſagte der Präſident. Was unter
uns vorging, iſt ernſter für Ihre Zukunft, als Sie viel⸗
leicht denken. Unter dem Geſichtspunkt der Welt, in welcher Sie leben, begreife ich das falſche Zartgefühl, den banalen Ehrenpunkt, die höchſt gefährlichen Serupel, welche Ihnen Ihre Antwort auf meine Frage dictirt haben. Glauben Sie mir, die Geſellſchaft geht nur da⸗ durch zu Grunde, daß ſie ſolche feige Verheimlichungen und Gefälligkeiten übt. Man will das Privilegium der CEhre haben, wie das der Erziehung und des Reichthums. Der Kaſtengeiſt erſtickt jedes Gefühl der Gerechtigkeit und man ſieht nicht, daß die Fäulniß, welche man nicht auszutilgen wagt, welche man hegt und pflegt, über welche man die Augen ſchließt, immer mehr geſunde Glieder anfrißt und den ganzen Körper mit dem Tode bedroht...
Sie ſind ſtreng, mein Herr.
Ich habe das Recht dazu. Ich habe mein Herz gebrochen, ich habe meinen ſchuldvollen Sohn von mir gejagt, die Strenge iſt die Quelle aller Gerechtigkeit und aller Güte. Die Pflicht, welche ich in meiner Fa⸗ milie erfüllte, möge ſie der Adel, der neue wie der alte, jedem ſeiner Glieder gegenüber erfüllen und er wird dem Geiſt der Zeit widerſtehen können. Er wird ſich retten, weil er nicht aufhören wird, geachtet zu ſein unter dem Geſichtspunkt der wahren Pflichten, welche Ihr Rang Ihnen auflegt. Ich kann daher Ihren Entſchluß nicht billigen und als Vormund, als zweiter Vater von Bea⸗ trix, als welcher mir ein beträchtlicher Theil der Verant⸗ wortlichkeit für ihr künftiges Glück zukommt, muß ich Ihnen anzeigen, daß Ihr Entſchluß, falls Sie auf dem⸗


