Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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das friſche und graziöſe Antlitz der künftigen Marquiſe noch mehr gefeſſelt wurden, als durch die Brillanten der Krone.

Wie reizend! wie adelig!... Glückliche Verbindung! murmelten ſie.

Und dieſe ganze elegante, luxuriöſe, kokette, par⸗ fümirte Geſellſchaft bildete ein vollkommenes Gemälde von Heiterkeit und Glück.

Als aber die Braut ſich aufrichtete, ſtolz auf ihr Diadem, verſchwand das Lächeln und ein unerklärlicher Schauder durchlief die Verſammlung, welche bei ihrem Anblick einen Schrei des Entſetzens ausſtieß und vor Ueberraſchung, Widerwillen und Schrecken regungslos blieb.

Dieſer Schrei, deſſen Urſache Beatrir nicht kannte, traf ſie in's Herz. Ihre Kniee ſchlugen gegen einander. Sie ſah vor ſich den Marquis mit verſtörten Zügen und bleich wie ein Geſpenſt. Sie ſah ihn mit dem Hand⸗ ſchuh an die Augen fahren und hörte ihn mit erſtickter Stimme aufſchreien:

Oh, der Unglückliche!

Dann fühlte ſie, daß etwas Kaltes über ihre Stirne lief, als ob Thränen aus der Krone träufelten.

Mit einem Sprung durchbrach ſie den Kreis, lief vor einen Spiegel und ſah ihr Geſicht und ihre Krone voll von Blut.

Ah, ſagte ſie mit herzzerreißender Betonung, er iſt verwundet! Herr von Monza iſt verwundet, Mutter! Stehen Sie ihm bei.

Ihre Stimme erloſch, ihre Glieder erſtarrten und ſie fiel leblos in die Arme der Vicomteſſe.

Das Herz von Beatrix gab ihr die naturgemäßeſte Erklärung dieſes ſeltſamen Ereigniſſes ein.

Inmitten des allgemeinen Schreckens brachte Robert von Chamarante und einige Freunde den Marquis in ein anſtoßendes Zimmer.