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ſie aus dem Käſtchen genommen und auf ein Sammet⸗ kiſſen gelegt hatte, von Allen bewundern ließ, widerſtand Beatrix dem Andringen ihrer jungen Freundinnen, den Schmuck zu probiren, obgleich ſie noch ungeduldiger als jene war, an der Wirkung ihrer Krönung ſich zu er⸗ freuen. Sie hatte ſich das kindiſche Verſprechen gegeben, die Krone der Marquiſe nur aus der Hand deſſen zu empfangen, welcher ihr auch den Titel gab. So hörte Sie denn ihren Geſpielinnen mit zerſtreuter Miene zu, die Augen auf den Haupteingang geheftet, mit dem Fuße auf ihren Schemel ſtampfend und mit ihren kleinen weißen Zähnen die Roſenblätter ihres Straußes zer⸗ pflückend.
Plötzlich öffnete ſich die Pforte mit Geräuſch.
Er iſt es! rief ſie aus. Ich höre ihn! Mutter, die Krone, die Krone!
Und ſie lief ihrem Verlobten entgegen, welcher mit einer Haſt und Verwirrung eintrat, welche die Erwar⸗ tung, deren Gegenſtand er geweſen, genug erklärte.
Ich komme ſpät, ſagte er...
Keine Entſchuldigung! Dieſer Kopfſchmuck... wie ſchön iſt er, wie reich!... Aber ich habe geſchworen, daß nur Ihre Hand mir ihn auf die Stirne ſetzen ſoll. Kommen Sie... ſind Sie auch geſchickt genug?... Wir wollen ſehen, mein Herr... Geſchwind, geſchwind! Krönen Sie mich!
PUInd ſich mit einer Geberde voll Anmuth neigend, bot ſie ihren hübſchen Kopf dem Marquis dar. Ddieſe Geberde und dieſe mit der Hitze der Jugend vorgebrachten Worte waren ſo ſchnell wie der Blitz.
Der Marquis nahm die Krone, welche die Vieom⸗ teſſe ihm darreichte, und ſetzte ſie auf die Stirne ſeiner Verlobten.
Die Menge der Anweſenden bildete einen Kreis um die ſchöne Gruppe, die jungen Mädchen in der Stellung naiver Erwartung, die Frauen hinter ihren Fächern flüſternd, weiter zurück die Männer, deren Blicke durch
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