Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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Ja, Bäschen, ſagte der ſo eben eintretende junge Graf Robert von Chamarante, Sie werden mit der Krone Ihres Hauſes auf dem Haupte wie die Prin⸗ zeſſinnen von England bei ihrer Salbung ausſehen.

Der Graf Robert war, in ſeiner Kindheit Waiſe geworden, von Frau von Chamarante wie ein Kind des Hauſes erzogen worden und die geſchwiſterliche Freund⸗ ſchaft, welche zwiſchen ihm und Beatrir beſtand, war noch gewachſen in Folge der Vertraulichkeit und kleinen Dienſte, welche bei Gelegenheit der wichtigen Angelegen⸗ heit der Heirath zwiſchen ihnen ausgetauſcht worden waren.

Du mußt ſie probiren, Beatrix, ſagte die Vicomteſſe, indem ſie ſich immer lauter über die Größe der Cdel⸗ ſteine verwunderte.

Oh, nein, nein, Mutter, ich will ſie nicht anrühren, Niemand ſoll ſie anrühren! Amadee allein ſoll mir dieſes Diadem auf's Haupt ſetzen. Warum iſt er nicht da? Man laſſe ihn aufſuchen! Robert, lieber kleiner Vetter, laufen Sie und holen Sie ihn geſchwind!

Noch einmal? ſagte der Präſident mit Humor, in⸗ dem er den jungen Grafen zurückhielt, welcher ſich munter anſchickte, dem Befehl ſeiner Baſe nachzukommen. Herr von Monza kann erſt zur Soiree wieder kommen. Er hat es geſagt als er wegging, Sie haben ihn heute ſchon vier Mal geſtört. Laſſen Sie ihn doch ſeine Geſchäfte zu Ende bringen. Geſchäfte gehen Allem vor.

Robert legte ſeinen Hut wieder auf die Conſole. Beatrir ſeufzte tief, ſchwieg aber. Die Feſtigkeit ihres Vormundes imponirte ihr. Wie alle ſchwachen und leichten Geiſter, unterwarf ſie der geringſte Widerſtand, wenn er ſie nicht etwa bis zum Wahnſinn reizte. Stroh⸗ feuer erliſcht eben ſo raſch, als es entbrennt.

Beim Diner plauderte man über die Zukunft, denn am Vorabend der Hochzeit gibt es ja keine Vergangen⸗ heit. Dieſe lachenden Geſichter, welche ſich in einem noch lachenderen ſpiegelten, in dem Geſichte des reizenden