Teil eines Werkes 
1. - 4. Bdchn (1850)
Entstehung
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trauiſch macht gegen Jeden, der ſich ihnen nähert, und bei welchen der Ausbruch der Leidenſchaften nur um ſo furchtbarer iſt, je länger dieſelben verhüllt und zurück⸗ gedrängt wurden. Allein dieſe Linien verſchwanden jetzt noch unter dem doppelten Glanz der Jugend und der aufrichtigen Befriedigung über eine Verbindung, bei welcher alle Vortheile, Schönheit, Rang, Reichthum, das Ideal, welches der Marquis ſich geſchaffen, verwirklichen zu wollen ſchienen. Der Sohn eines der tapferſten Mar⸗ ſchälle des Kaiſerreichs, war er Herr ſeines Vermögens, obgleich ſein Vater noch lebte. Schwere Kopfwunden hatten den Fürſten von Monza ſeines Verſtandes beraubt. Er war wahnſinnig und bewohnte unter der Obhut eines alten Dieners eines ſeiner Schlöſſer, wo ihn ſein Sohn oft beſuchte.

Man kann ſich leicht denken, daß die wichtige Frage in Betreff des gelben Shawls zur völligen Zufriedenheit von Beatrix erledigt wurde. Nachdem der Bräutigam die roſigen Fingerſpitzen, welche ſeine Erwählte ihm dar⸗ bot, zärtlich geküßt hatte, nahm er Abſchied und ging wieder zu einer geſchäftlichen Zuſammenkunft, von wel⸗ cher er abgerufen worden war.

Aber es ſtand gar nicht lange an, als eine neue Botſchaft ihn abermals in der Geſchäftsverhandlung unterbrach.

Und noch drei Mal ließ man ihn den Tag über holen und immer um gerade ſo wichtiger Dinge willen, wie die Farbe eines Cachemire war. Die zwei erſten Male kam er heiter und zufrieden. Die Capricen eines reizenden Mädchens ſind 1 graziös! Wenn man noch nicht zuſammenlebt, ſind ſolche Quälereien eines ver⸗ zogenen Kindes ſo köſtlich! Die Ehe bringt ernſtere Pflichten mit ſich. Sie muß zwiſchen den Gatten eine reiche Ernte von Rückſichten, von gegenſeitigen Zuge⸗ ſtändniſſen erzeugen. Wenn die junge Staude nur un⸗ fruchtbare Bluͤthen von lachender Farbe und ſüßem Duft