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Diamanten Golkonda's, mit den koſtbarſten Geweben Thibets, China's und Europa's.
Ein bewunderungswürdiger Cachemire⸗Shawl zog vor Allem die Blicke von Beatrix auf ſich.
Oh, wie ſchön iſt er, Mutter! Finden Sie nicht? Aber, mein Gott, er iſt gelb, er iſt gelb! Er kann nicht für mich beſtimmt ſein. Der Marquis kann mir un⸗ möglich einen gelben Cachemire gekauft haben, mir, die ich blond bin! Mutter, ſchicken Sie ihn zurück. Das iſt ohne Zweifel eine Verwechslung. Man ſoll ihn aus⸗ tauſchen, ſoll einen blauen nehmen...
Er wird kommen, Liebſte, es thut Nichts...
Er wird zu ſpät kommen, bedenken Sie doch.. es iſt heute Abend! Schicken Sie, ſchicken Sie geſchwind!
Der Befehl ward gegeben und der Bote abgefertigt.
Das junge Mädchen erhob ſich, ſchlüpfte in ein Hauskleid und machte eine jener improviſirten Toiletten, welche in der erſten Jugendblüthe einer vollſtändigen gleichkommen.
Der Marquis kam und wurde mit allen Verfüh⸗ rungen einer ſechszehnjährigen Braut empfangen, welche dorf hrem zukuͤnftigen Herrn und Meiſter Gnade finden will.
Der Marquis von Monza war ein hübſcher Mann von fünfundzwanzig Jahren, von mittlerem und elegantem Wuchs. Die Friſche der Geſundheit belebte ſein Geſicht. Sein bisheriges Leben war faſt ohne Unterbrechung auf einem im Innern von Frankreich gelegenen Schloſſe ver⸗ floſſen, wo ſeine Erziehung, wie auch die Achtſamkeit, welche er der Verwaltung ſeiner Beſitzungen ſcheukte, ihn von den Gewohnheiten und Vergnügungen ſeines Alters entfernt gehalten hatten. Kalt, bedächtig, methodiſch, wie er war, konnten ſein feſter, aber ausdrucksloſer Blick und vor Allem die Linien ſeines etwas eingekniffenen Mundes dem aufmerkſamen Beobachter in dem Marquis eine jener zurückhaltenden und verſchloſſenen Naturen verrathen, welche der Inſtinkt ihrer Mittelmäßigkeit miß⸗


