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Hat man mir mein Bouquet gebracht? Iſtes ſchön?
Herrlich, Fräulein. Da!
Eine hübſche, ſchmale und weiße Hand kam zwiſchen den Vorhängen hervor, die eben ſo friſch und weiß waren wie ſie, und griff mit Begierde nach dem Strauß von Camelien und Violen.
Hat Herr von Monza Nichts ſagen laſſen? Hat er geſchrieben?
Ja, Fräulein, er hat an die Frau Vicomteſſe ge⸗ ſchrieben.
Wo iſt der Brief?
Die gnädige Frau hat ihn.
Ich will ihn haben; geht, holt mir ihn.
Die Zofe ging eiligſt, allein kaum hatte ſie ein paar Schritte gemacht, ſo rief ein abermaliges Klingeln ſie zurück.
Hat man den Salon hergerichtet? Iſt mein Braut⸗ ſchmuck angekommen?
Heute Morgen und Alles iſt ſchon aufgeſtellt.
Bitten Sie meine Mutter, zu mir zu kommen. Ich erwarte ſie. Gehen Sie doch ſchnell. Sie laſſen mich ja ſterben vor Ungeduld.
Ich bitte Sie um Verzeihung, Fräulein; es kommt daher, daß ich nicht recht wohl bin.
Das muß man ſagen. Pflegen Sie ſich, Joſephine, ich will es. Aber rufen Sie meine Mutter.
Wenige Secunden nachher trat die Vicomteſſe von Chamarante in das Gemach, eilte auf das Bett ihrer Tochter zu und ſchlug die Vorhänge deſſelben zurück.
Liebes Kind, ſagte ſie, haſt Du gut geſchlafen? Wer hat Dich geweckt? Vielleicht Dein Vormund, der ſo eben gekommen. 4
Wer mich geweckt hat, Mutter? verſetzte Beatrix, indem ſie ſich wie eine Katze auf ihren ſpitzenbeſetzten Kiſſen dehnte. Wer mich geweckt hat? Niemand als die Begierde, meinen Brautſchmuck zu ſehen.
Alles liegt im Salon bereit. Ich bin ſehr früh


