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Ohne zu antworten, lief der Marquis nach der Thüre, aber auch hier kam ihm Ernſt zuvor.
Nicht weiter; es thut mir leid; und um Ihnen unnütze Anſtrengungen zu erſparen, benachrichtige ich Sie, daß wenn Sie ſich nicht ruhig verhalten, ich Sie wie einen Hund tödte; in dieſem Falle aber würden Sie wenigſtens zwei Stunden einbüßen.
Amadee ſetzte ſich wieder, ballte die Fäuſte, ſchlug ſich in ohnmächtiger Wuth vor die Stirne und brach in Geſchrei, Flüche und Klagen aus, die auf Ernſt keinen Eindruck machten, Chriſtine aber mit tiefem, ſtarrem Grauſen erfüllten.
Es iſt unangenehm, Vetter, ich weiß es, aber was wollen Sie? Ich hatte Sie gewarnt, Sie ermangelten nicht, mich über Alles zu befragen, ich verſprach Ihnen, daß Sie weder ſchlimme Nächte noch Gewiſſensbiſſe haben würden, hielt ſie jedoch nicht für albern genug, ſich auf der That ertappen zu laſſen. Dieß hätte ich, der ich mit Ihnen rede, nie geduldet und beim erſten Erblicken einer Gendarmenuniform hätte ich mir eine Kugel durch den Kopf gejagt.
Mein Gott, wie ich leide! ſagte der Marquis angſtvoll. Ach, Chriſtine, Chriſtine!
Ich will Hülfe herbeiholen, mein Herr, dieſes Schauſpiel ertrage ich nicht. O, verzeihen Sie mir, verzeihen Sie mir!
Bleiben Sie da, Chriſtine, rufen Sie Niemand herbei. Sie haben ohne Zweifel den Javabalſam an⸗ gewandt, den ich Ihnen in England gegeben habe, es iſt unnütz, irgend ein Mittel dagegen zu verſuchen.
Bei dieſen Worten ſprang der Marquis ſchäumend vor Wuth auf und rief ſo laut, als ſeine Schwäche es ihm erlaubte:
Zu Hülfe! zu Hülfe! Ha, ich werde Sie nennen, Sie, Ernſt, damit auch Sie verhaftet werden. Was Sie betrifft Chriſtine... O, Herr des Himmels komm mir zu Hülfe!


