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werden indeß nicht wollen, daß ich ſterbe, ohne meine Tochter noch einmal geſehen zu haben! Sie wiſſen, wie ſehr ich ſie liebe; laſſen Sie das Mädchen kommen, damit ich noch einige Stunden, noch einige Tage bei Euch Beiden zubringe, damit ich die Illuſion in mir nähre, Sie für Flavia's Mutter zu halten, und dann ſollen Sie zufrieden ſein, ich verſpreche es Ihnen, Chriſtine.
Fräulein Orthez wollte eben antworten; ſie legte ſchon ihre Hand auf die Schulter des Marquis, welcher trotz dem Schmerz, der mehr und mehr ſein Geſicht entſtellte, bei dieſer Berührung erzitterte, als die in den Thurm führende Thüre weit aufgeriſſen wurde und der Bauer, den man als Schildwache davor aufgeſtellt hatte, ſich auf der Schwelle zeigte und ſeinen großen Hut weit von ſich warf. Bei ſeinem Anblick ſchienen Herr von Monza und die Gouvernante von Entſetzen ergriffen und blieben regungslos; er aber ſchritt bis in die Mitte des Zimmers vor und ſagte in ſehr gu⸗ tem Franzöſiſch:
Wenn ich mich nicht darein miſche, ſo führt die Erklärung nicht zum erwünſchten Ziele. Wie, ſehen Sie denn nicht ein, mein armer Marquis, daß dieſes wackere Mädchen Ihnen die Schmach und Strafe für Ihre Schlechtigkeit erſpart hat und daß Sie nur noch Zeit haben, die von ihr geſtellte Aufgabe zu vollenden? Ich habe das ſogleich geſehen, ich, und war der Sache überhaupt gewiß.
Ein doppeltes Geſtöhne der Ueberraſchung und des Schmerzes folgte dieſen Worten.
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