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ten der Geſchichte glänzt, darf nicht durch Henkershand ſterben. Ich bin kein Feigling, Chriſtine, was Sie auch glauben mögen; und höre ich auf die edeln Eingebun⸗ gen meiner Seele, ſo bin ich bereit meine Pflicht zu erfüllen, das Andenken der Beatrir eines Verbrechens zu entladen, an dem ſtie unſchuldig iſt, auf mich allein die Anklage zu laden, die uns Beide verfolgt, denn ich allein bin der Schuldige. Meine Leidenſchaft überwäl⸗ tigt mich jedoch noch immer, meine Leidenſchaft ſpie⸗ gelt meinen Augen unſinnige Hoffnungen oder eine un⸗ bezähmbare Eiferſucht vor und dann kann ich nicht mehr! kann ich nicht mehr!
Und doch müſſen Sie ſich dem unterziehen, mein Herr, Sie müſſen es und zwar ſchnell, fuhr Chriſtine mit melancholiſchem Tone fort, denn Ihre Augenblicke ſind jetzt gezählt.
Wie ſo!
Fräulein Orthez ſchien zuſammenſinken zu wollen; ſie lehnte ſich an die Rücklehne eines Stuhls.
Erweiſen Sie Der, die Sie getödtet haben, Ge⸗ rechtigkeit, mein Herr, wenden Sie von mir unverdienten Verdacht ab. Beeilen Sie ſich! Die Zeit drängt. O, wie viel Unglück haben Sie auf uns Alle herabgerufen! Welche Verbrechen! welche unſeligen Tage!
Ich weiß nicht, was ich empfinde, mir wird trübe vor den Augen und ich empfinde nie gekannte Schmer⸗ zen; dieſer Grog bekommt mir ſchlecht. Iſt doch mein Leben ſeit vielen Monaten nur eine Marter!
Mein Gott, mein Gott, verzeihe mir, wiederholte Chriſtine, die Hände faltend. Schreiben Sie, mein Herr, ich beſchwöre Sie!
Ja, ja!... morgen... ſpäter... will ich es thun. Ich leide jetzt zu ſehr... Sie müſſen mir bei dem Andenken Ihrer Mutter ſchwören, keinem Andern anzugehören.. ſich Flavia zu widmen, ſie zu lehren, daß ſte mir nicht fluche... Mein armes Kind! Sie


