Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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an den Tod benahm ihm alle Energie. Chriſtine beob⸗ achtete und durchſchaute ihn.

Ich wollte nicht... mein Gott! ſie hat mich dazu gezwungen, ſie hat mich zum Zorn gereizt, ſie hat mir ſatiſam wiederholt, daß Sie mich nicht liebten, daß Sie Robert liebten; ich war nicht mehr Herr meiner felbſt, die Eiferſucht, die Wuth... Sie ſehen wohl, daß ich ſie um Ihretwillen getödtet habe!

Mein Gott, verzeihe mir, murmelte Chriſtine, ver⸗ zeihe mir dieſes Verbrechen, an dem ich Schuld bin. Strafſt Du mich nicht ſchon genug!

Und jetzt, da ich Ihretwegen zu dieſem Grade von Schlechtigkeit gelangt bin, jetzt, da ich einen Mord began⸗ gen habe, für den es auf Erden und vielleicht auch im Himmel keine Barmherzigkeit gibt, jetzt ſtoßen Sie mich zurück und wollen, daß ich allein die Strafe für ein Ver⸗ brechen trage, das wir mit einander begangen haben, denn ich war das Werkzeug und Sie der Arm. Sie wollen, ich ſolle ſterben, und Sie wollen leben, Sie, für einen Andern ohne Zweifel! Nachdem Sie mich in den Abgrund geſtürzt haben, weigern Sie ſich, mir dahin zu folgen? Nein, beim Himmel, das darf nicht ſein, mein Lovs ſoll auch das Ihre ſein. Haben Sie mir nicht geſagt, daß bei einer Frau, wie dieſes arme Geſchöpf war, meine Laufbahn beſchränkt, beendigt ſei? Haben Sie mir nicht geſagt, Sie hätten meinen Namen unſterblich gemacht? Ließen Sie nicht unbekannte Gedanken, ſchlummernden Ehrgeiz, nie geahntes Verlangen in meiner Seele auf⸗ keimen? Zwiſchen der Verwirklichung meiner Träume, zwiſchen dem Glück und mir lag ein Hinderniß; Sie wie⸗ ſen mich mit dem Finger darauf, ich habe es vernichtet, das iſt Alles. Und Sie wagen, ſich unſchuldig zu nennen!

Mein Herr, entgegnete Chriſtine mit vielem Gleich⸗ muth, es handelt ſich nicht um mich, ſondern um Sie. Wenn die Richter mich ſchuldig erklaren, ſo werde ich