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zu vermeiden. Das Mittel iſt in Ihren Händen. Wenn Sie kein Feigling ſind, wenn Sie an Ihre Tochter den⸗ ken, werden Sie es anwenden.
Ein Mittel?... verſetzte er erbleichend.
Ein einziges, ich wiederhole es Ihnen. Und eilen Sie, zu demſelben Zuflucht zu nehmen; denn binnen Kur⸗ zem wird man kommen. Nachher finden Sie dieſe Gele⸗ genheit nicht wieder und der Vater meiner Flavia wird von Henkershand ſterben. Ergreifen Sie Ihre Waffen und Gott verzeihe Ihnen!
Aber Sie! Sie, die Sie gleich mir beſchuldigt ſind, warum nehmen Sie nicht zu dieſem äußerſten Mittel Zuflucht?
Weil ich keinen Namen zu retten, weil ich kein Kind habe, auf den ich ihn übertrage, weil ich keine Familie habe, die durch mich entehrt wird,.. weil die arme Chri⸗ ſtine allein auf der Welt ſteht, fügte ſie melancholiſch hinzu. Es kümmett ſie wenig, ſich der Gerechtigkeit der Menſchen zu überliefern; da ſie unſchuldig iſt, ſo fürchtet ſie nur die Gerechtigkeit Gottes. Sie, Sie ſind ſchuldig, das kann man Ihnen leicht beweiſen; aber ich! ich fürchte die Men⸗ ſchen nicht, ſie können mich tödten, wenn ſie wollen.
Der Marquis ſank in ſeinem Lehnſtuhl zuſammen; zum erſten Mal erſchien ihm die Wahrheit unverſchleiert; zum erſten Mal ſah er das furchtbare Loos, das er ſich bereitet hatte. Ganz von ſeiner Leidenſchaft beſtrickt und die läſtigen Bilder verſcheuchend, hatte er der Rache der Menſchen wie der des Himmels zu entrinnen geglaubt.
Iſt jener Brief der Marquiſe unyerwerflich? fragte er mit abgebrochenen Worten.
Unverwerflich! Er zerſtört Ihren Roman eines Selbſt⸗ mords vollſtändig und bezeichnet Sie als den Schuldvigen trotz der Sorgfalt, mit der er Sie zu rechtfertigen ſucht.
Dieſe Worte ſchmetterten Amadee vollends nieder; denn Amadee war kein Mann von Muth. Der Gedanke


