Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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trachtungen. Aber ich habe noch eine Pflicht gegen Sie zu erfüllen und bebe nicht vor derſelben zurück, wie pein⸗ lich ſie auch ſei. Meine Zukunft ſteht feſt; ich wollte Sie über die Ihrige und die Ihrer Tochter aufklären, mein Herr, und deßhalb bin ich gekommen. Sind wir allein?

Eine Frau wacht in dem Zimmer von...(er wagte den Namen nicht auszuſprechen)... und ein Bauer iſt auf der Galerie vor meiner Thüre aufgeſtellt. Aber ſpre⸗ chen Sie immerhin, ſie werden uns nicht verſtehen. Haben Sie ſich endlich entſchloſſen, mir zu folgen?

Ihnen zu folgen, mein Herr? Sind Sie denn noch immer in der ſeltſamen Illuſton befangen, daß dieß möglich ſei? Sehen Sie denn nicht ein, daß Sie verloren ſind, verloren ohne Rettung, und daß es ſich nicht mehr darum handelt, Ihr Leben zu verlieren, ſondern darum, zu erfah⸗ ren, wie Sie es verlieren ſollen.

Das bilden Sie ſich nur ein, Chriſtine; wir können ſchon noch entkommen. Sie ſind ſtark und kühn, Chriſtine und dieſes Schloß iſt nicht ſo gut bewacht, daß wir nicht einen Ausgang zu finden vermöchten. 4

Meinen Sie? Oeffnen Sie doch einmal Ihr Fenſter und Sie werden die Gewehrläufe ihrer Wächter in der Dunkelheit blitzen ſehen; verſuchen Sie auch nur in den Hof zu gehen und Sie werden ſehen, welcher Empfang

Ihnen zu Theil wird. Sie machen ſich ja ganz unerhörte

Chimären vor, mein Herr. 1 Wie! klagt man mich denn an? Wagt man zu den⸗ en...

Die Wahrheit, ja freilich. Es iſt nicht mehr Zeit zu leugnen, man muß Alles ſagen. Man klagt Sie an, man klagt auch mich an; man ſagt, ich ſei Ihre Mai⸗ treſſe und habe Sie zu dieſer Schandthat gedrängt.

Sagen kann man Alles, aber die Beweiſe!...

Man hat einen Beweis und dieſen Beweis habe ich ſelbſt in die Hände eines unſerer Richter gelegt. Dieſen