Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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Willen, Fragen au Sie zu richten, Herr Marquis. Der Herr Geſchäftsträger wird die geeigneten Beſtimmungen treffen.

Sie werden wohl für gut finden, meine Herren,— wenigſtens ſetze ich es voraus— daß wir, bis Ihre In⸗ ſtructionen eingetroffen, dieſes Zimmer verlaſſen. Ich könnte unmöglich hier bleiben, denn ich fühle mein Herz brechen. Kann ich es in einen anſtändigeren Zuſtand bringen laſſen?

Nein, mein Herr, es muß Alles ſo bleiben wie es iſt. Ich werde Jemand von Ihren Leuten hieher ſchicken, um dieſe unglückliche Dame zu bewachen; denn ich ſetze voraus, daß Fräulein Orthez nicht darauf beſtehe, dieſe Maͤhwaltung zu erfüllen, ſondern der Ruhe bedürfe.

Chriſtine nahm dieß für einen Befehl, was es in der That auch war. Sie grüßte und ging ſchweigend hinaus. Niemals in ihrem bewegten Leben war ſie der Entmuthi⸗ gung und Verzweiflung ſo nahe geweſen. Sie ſtieg in ihr Zimmer hinauf und verſchloß ſich in daſſelbe, nachdem ſie Lisbeth, welcher ſie begegnete, verboten hatte, ſie unter irgend welchem Vorwand zu ſtören, es ſei denn, um der geſetzlichen Autorität Rede zu ſtehen.

Inzwiſchen verſammelten die beiden Attaché's, nach⸗ dem ſie ſich einige Sekunden mit leiſer Stimme berathen, ſämmtliche Dienſtboten des Schloſſes, verpflichteten dieſel⸗ ben unter den ernſteſten Vorſtellungen, im Schloſſe zu bleiben, Niemand, ſelbſt ihrer Herrſchaft nicht, den Aus⸗ tritt zu geſtatten und einige Landleute aus der Umgegend herbeizuholen, um mit Hülfe derſelben das Schloß beſſer bewachen zu können. Dann reiste einer der jungen Männer auf der Stelle ab und der Andere richtete ſich im Salon ein.

Herr von Monza bat ihn um Erlaubniß, ihn allein laſſen zu dürfen, indem er ſagte:

Ich bedarf wohl keiner Entſchuldigung, mein Herr. Mein Schmerz iſt Ihnen bekannt; er iſt zu rechtmäßig und zu natürlich, als daß Sie ihn nicht verſtehen ſollten.