Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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dann ſtieg ihr das Blut raſch wieder in's Geſicht und im nächſten Augenblick hatte ſie wieder alle Farbe verloren. Endlich legte ſie die Hand auf ihr Herz, unterdrückte ihr beklommenes Athemholen und überreichte dem jungen Manne dieſes anklagende Papier, den Ruin aller ihrer Hoffnungen.

Meine Herren, Sie werden, denke ich, die gericht⸗ liche Unterſuchung Betreffs dieſes furchtbaren Unglücks beginnen. Dieſer Brief iſt ein koſtbares Dokument, ich habe ihn in dem Juwelenkäſtchen der Frau Marquiſe ge⸗ funden, zu welchem ich Ihnen hier den Schlüſſel zuſtelle. Es iſt mir nicht erlaubt, denſelben der Gerechtigkeit zu entziehen, welche Folgen es auch haben mag.

Fräulein, antwortete der ältere der Reiſenden, wir haben durchaus keinen Auftrag zu einem Verhör über dieſe Angelegenheit. Unſere Pflicht nöthigt uns jedoch, den Herrn Geſchäftsträger auf der Stelle davon zu benachrich⸗ tigen und ſeine Befehle einzuholen. Von jetzt an müſſen wir daher Sorge tragen, daß Niemand das Schloß ver⸗ laſſe. Der Herr Marquis und Sie werden uns dieſe Vor⸗ ſichtsmaßregeln verzeihen; hier liegt eine Leiche, hier iſt ein von Blut überſchwemmtes Gemach, Frau von Monza hat dieſes Blut ſelbſt vergoſſen, wir zweifeln nicht daran; allein deſſenungeachtet muß dieß unterſucht werden. Die öffentliche Moral und Ihre Ehre, Herr Marquis, ſordern es. Sie tragen einen. Namen, welchen der Verdacht nicht erreichen kann; Ihr Charakter und Ihre Erziehung ſtellen Sie über eine unmögliche Anklage, jedoch nicht über die Juſtiz, ich brauche es nicht zu wiederholen.

Das iſt ganz richtig, meine Herren, verſetzte der

Marquis ohne alle Verwirrung. Das Schloß iſt ganz zu

Ihrer Dispoſttion, geben Sie Ihre Befehle, man wird dieſelben ohne Zaudern ausführen und ich werde mich als der Erſte unterwerfen. Ich bin bereit, Ihre Fragen zu beantworten⸗.

Noch einmal, wir haben weder das Recht noch den