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zauer ſanfte Kind kannte dieſe Zerwürfniſſe bis jetzt noch nicht und die Zärtlichkeit Chriſtine's ſuchte es für immer vor
ein dieſer Kenntniß zu bewahren. Lan⸗ Jetzt mußte indeſſen die Gouvernante, welche ſo zu Die ſagen, in eine Sackgaſſe gerathen war, einen Entſchluß dem faſſen. Jede verfließende Minute drängte gebieteriſcher dazu. nur Ihres Widerwillens ungeachtet entſchloß ſie ſich, den wol⸗ Marquis wiederzuſehen und ihm ihren wohlüberlegten Ent⸗ ſchluß mitzutheilen, entweder nach München zurückzukehren Um⸗ oder aber die Behörden in Kenntniß zu ſetzen. ittel, Sie ſchickte ſich alſo an, das Fenſter zu verlaſſen; eines allein zuvor ſuchten ihre Augen noch unwillkürlich den iſteee Fremden. Zu ihrem großen Erſtaunen ſah ſie ihn mit ſo⸗ feſtem Tritte den halsbrechenden Fußſteig zu dem Günther⸗ indt⸗ felſen emporklimmen, welcher dem Thürmchen gerade ge⸗ ennt⸗ genüber lag und von welchem aus man den Balkon über⸗ ach⸗ blicken konnte. Zeit Woher kommt dieſer Menſch? Was will er? Wer wei⸗ iſt er? Warum ſchlägt mein Herz bei ſeiner Annäherung als ſo ſehr? Es liegt in ſeiner Erſcheinung etwas Geheimniß⸗ volles. Iſt er ein Spion? Iſt er ein Dieb? 3 aus-⸗ Der Kopf des Fremden erſchien über den Zwergbäu⸗ ieſer men, welche die Höhe des Berges bedeckten. Er war
ſchon ganz nahe; allein ſein großer bairiſcher Hut, welchen erde er tief in's Geſicht gedrückt hatte, machte es unmöglich, ſeine Züge zu errathen. Er verſchwand einen Augenblick,
veckt erſchien wieder, verſchwand abermals, und obgleich Fräu⸗ ſie lein Orthez noch eine Viertelſtunde wartete, erblickte ſie ſich, ihn dennoch nicht mehr. Sie ſtellte ſich vor, er hätte luiſe ſein Vorhaben aufgegeben, und kehrte in's Zimmer zurück. chen Die große Blutlache auf dem Boden verbreitete einen ber⸗ eckelhaften Geruch, welcher das Herz zuſammenſchnürte. t zu Chriſtine mußte all ihre Kraft zuſammennehmen, um ſich 1 ſo der Todten von Neuem zu nähern. Der Leichnam war
tern auf einem Bett von dunkler Farbe ausgeſtreckt und glich und 10*


