Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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nach Rache? Sind Sie nicht mit demſelben bedeckt? Sie flößen mir Abſcheu ein, fühlen Sie es nicht? Und Sie dürfen noch von mir verlangen, daß ich Ihnen nachfolgen ſoll. O, fliehen Sie, fliehen Sie! Begeben Sie ſich fort von hier, entziehen Sie ſich der Todesſtrafe, der allgemei⸗ nen Verabſcheuung, dem Fluche Ihrer Tochter. Sehen Sie denn Nichts ein?.

Ich ſchaue Sie an, Chriſtine, ich ſchaue dieſe Frau an, welche die meine war, dieſe Frau, die für Sie geſtor⸗ ben iſt, für Sie, die Sie mich fortjagen, und ich vergeſſe das Uebrige!.

Für mich! geſtorben für mich!

Ei, für wen denn ſonſt? Sind Sie nicht die erſte Urſache von Allem in meinem Leben? Auch ich ſage zu Ihnen: Sehen Sie denn Nichts ein? Was ſollte mir meine Freiheit ohne Sie nützen? Haben Sie mir nicht in jener Nacht der Schmerzen und der Wonnen in Paris geant⸗ wortet, wenn Sie frei wären, ſo würde ich Ihre Hand annehmen? Ich bin nun frei, Chriſtine!

Frei durch einen Mord, großer Gott!

Frei durch einen Selbſtmord, wie ich Ihnen ſchon ſagte.

O, bin ich noch nicht unglücklich genug! Ich wäre die Veranlaſſung... Nein, ich bin nicht die Veranlaſſung zu dieſer Scheußlichkeit; denn ich habe Ihnen wiederholt, daß ich Sie nicht liebe, denn ich habe Ihnen jede Hoff⸗ nung zu rauben geſucht. O, Sie leſen in meinem Herzen, Sie, arme Beatrix; Sie klagen mich nicht an, Sie glau⸗ ben dieſe Läſterung, dieſen Meineid nicht. Nein, ich habe Ihren Tod nicht verurſacht. Ich möchte ihn mit meinem Leben erkaufen. 3

Chriſtine! Chriſtine! glauben Sie, eine Liebe wie die meine laſſe ſich durch Hinderniſſe abſchrecken, um zu ihrem Ziele zu gelangen? Glauben Sie, Ihre Thränen werden mich rühren? Glauben Sie, der Mann, deſſen Leidenſchaft