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Dolch nache
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Sie muß nachgeben! wiederholte er ſich.
Und indem er muthig den Schauder, der ſeine Glie⸗ der lähmte, überwand, näherte er ſich der Marquiſe und zeigte ihr den Dolch.
Ich bin zu Allem entſchloſſen, wie Sie ſehen!
Und ich auch.
Wie, Sie wollen mich zwingen...
Tödten Sie mich! unterbrach ſie ihn, das Leben und auch Sie ſind mir verhaßt.
Er trat zurück.
Feigling! Er droht mir und hat nicht den Muth, ſein Verbrechen zu vollenden. Feigling! Feigling! Feig⸗ ling!
Er nahm ſie in ſeine Arme und ſetzte ihr die Waffe auf die Bruſt.
Meine Freiheit oder Deinen Tod!
Nein.
Wohlan, da Du mich dazu zwingſt...
Und er führte den Stoß!...
* 8*
Wie viele Stunden verſtrichen indeſſen? Ich weiß es nicht. Als der Tag durch die Fenſterſcheiben hereinbrach, beleuchtete er eine jammerwürdige und ſchauerliche Scene. Der Leichnam der Marquiſe, welcher noch die unheilvolle Krone trug, lag an dem Rücken des Lehnſtuhls angelehnt; er hatte noch einen Anſchein von Leben beibehalten, allein eine breite Wunde, aus der das Blut in Strömen floß und ihr Gewand bedeckte, enthüllte den Mord und ſchrie nach Rache. Einige Schritte von ihr weg ſaß Amadee regungs⸗ los, mit blutgetränkten Füßen, geſenktem Haupte, ſtarrem Blicke und legte ſich noch nicht Rechenſchaft ab über ſeine That. Von dem Gewicht furchtbarer Gewiſſensbiſſe erdrückt, dachte er weder an eine Flucht noch an ein Verbergen ſeines Ver⸗


