Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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Ich fordere Sie heraus, Sie, den Edelmann, Sie, den Marquis von Monza, fordere ich heraus, ſich mit dem Blut einer Frau, der Ihrigen, zu beflecken. Und ſind Sie niederträchtig genng, es zu thun, wohlan, ſo werden Sie mich weder zittern noch erbleichen ſehen. Ich bin nicht mehr ſchwach, gehen Sie! ich bin ſtark; ich bin in dieſem Augen⸗ blick Ihre Herrin, denn ohne mich, ohne meinen Willen vermögen Sie nur durch ein Verbrechen Etwas.

Madame!

O, ich leſe in Ihrem Herzen, ich leſe Ihre Ungeduld und Ihre Wuth darin. Das Opfer erhebt ſich und trifft Sie, das mit Füßen getretene Inſekt richtet ſich auf und ſpritzt Sie mit ſeinem Gifte an. Sie werden Ihre Chri⸗ ſtine nicht heirathen, weil ich es nicht will, weil ich es nie zugeben werde, weil ſelbſt, wenn Sie mich tödten, ein unvorhergeſehenes Hinderniß meinem Grabe entſteigen und ſich zwiſchen Sie und das Mädchen ſtellen wird. Sie wird einen Mörder von ſich ſtoßen; ſie liebt Sie nicht.

Die in dieſen letzten Worten enthaltene bittere Galle der Rache wühlte dem Marquis in den Adern und machte ihn noch unerbittlicher. Er berauſchte ſich an ſeiner Lei⸗ denſchaft, an dem unbeſieglichen Willen, auf den er ſtieß. Gleich wie Ernſt der Sophie Hervé gegenüber, ſah er nur noch das Ziel; das Hinderniß verſchwand.

Ich will frei ſein, enigegnete er mit donnernder Stimme; willigen Sie ein! 1

Nein.

Beatrir!..

Ich bin nicht mehr Beatrir, ich bin die Marquiſe von Monza, Flavia's Mutter.

Sie werden mich zum Aeußerſten treiben.

Elender! einer Frau drohen!

Willigen Sie ein!

Nein, nein, tauſendmal nein; nein bis zu meinem letzten Seufzer.

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