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Ich weiß es, erwiderte ſie mit der Würde einer Prin⸗ zeſſin, welche aber dieſem außerordentlichen Geſchöpf na⸗ türlich war.
Sie wiſſen es... und Sie geſtatten mir, es Ihnen zu ſagen?
Ich höre es aus Ihrem Munde zum erſten Mal, Herr Graf.
Aber... in Spaa..
In Spaa kannten Sie mich noch nicht. Sie glaub⸗ ten ſich dort an eine ganz andere Seele zu wenden, als die meinige iſt. Sie täuſchten ſich, Sie erkannten Ihren Fehler. Ich kann nicht mehr von Ihnen verlangen. Spre⸗ chen wir nicht mehr davon.
Sie haben Recht, ſprechen wir nicht mehr von der
Vergangenheit, da wir die Zukunft vor uns haben. In
der Vergangenheit wollte ich Ihnen flüchtige Wünſche dar⸗ bringen, über welche ich jetzt erröthe; für die Zukunft biete ich Ihnen meinen Namen und mein Vermögen an. Alles, was ich bin, Alles, was ich beſitze, gehört Ihnen, und die größte Ehre, die Sie mir erweiſen, das größte Glück, welches Sie mir bereiten können, iſt, Alles mit dem nämlichen Freimuth anzunehmen, womit Sie mich einſt zurückgewieſen haben. 4 Fräulein Orthez wurde abwechſelud roth und bleich. In ihrer Seele fand ein furchtbarer K. han zwiſchen der Pflicht und der Furcht, das zu Perlieren, was ſie ſo leidenſchaftlich zu erlangen wünſchte. Schon lange arbei⸗ tete der Gedanke in ihr, was ſie in dem Falle, deſſen ent⸗ fernte Möglichkeit jetzt zur Wirklichkeit geworden war, zu thun hätte, und ſie hatte bisher zu keinem Entſchluß hier⸗ über kommen können. Jetzt konnte ſie nicht mehr aus⸗ weichen, ſie mußte ſich entſcheiden. Mit jener Geiſteshelle und Geiſtesraſchheit, welche ſie in ſo hohem Grade beſaß, hatte ſie in einem Augenblicke alle Chancen, alle Gründe fur und wider erwogen und beſchloß, ihrer angeborenen Die hlutige Marquiſe, I 5


