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Augenblick ein flammendes Kohlenbecken da geweſen, ich hätte, um zu dem Golde zu gelangen, meine Liebe, mein Gluck, meine Anbetung hineingeworfen! Ich wollte, wie ich zu wollen weiß, und Nichts konnte mir widerſtehen, ſehen Sie! 4
Nun? fragte Herr von Monza, deſſen Aufmerkſamkeit durch dieſe Erzählung gefeſſelt war.
Nun, nachdem ich Sophie noch einmal gebeten, mir zu helfen und mir zu folgen, erklärte ich auf ihre wieder⸗ holte Klage und Weigerung, daß ich mich wenig darum ſcheeren und mit dem Schatze allein gehen würde. Sie drohte zu ſchreien, um Huͤlfe zu rufen. Da knebelte ich ſie und begann meine Execution.
Und dann?
Sie wußte den Knebel zu entfernen und ſtieß einen Schrei aus, welchen ich mit einer Hand erſtickte. Ich kne⸗ belte ſie von Neuem, ſetzte ihr den Dolch auf die Bruſt und drohte ihr, ſie zu tödten, wenn ſie eine Bewegung machte. Stark und energiſch, wie ſie war, wollte ſie ſich erheben, ich fühlte, daß ich verloren ſei, wenn ich ſie nicht vernichtete, und mit einem einzigen Stoß, ohne große Anſtrengung, mein Gott!... machte ich ſie ſtumm und unſchädlich.
Wie, ſie vertheidigte ſich nicht? Wie, Sie waren nicht Zeuge eines entſetzlichen Todeskampfes?
Nein. Sie regte ſich gar nicht mehr. Eine Frau tödten iſt ſehr leicht, gehen Sie doch!
Ohne Gegenwehr, ohne Kampf?
Ohne irgend welchen Kampf, ſage ich Ihnen noch einmal. Was Sie ein Verbrechen nennen, iſt in der Nähe viel weniger gräßlich als in der Ferne. Und dann, das Gold war da; es gehörte mir ohne Widerrede, mir, ganz mir! Ich ſah und hörte nur meine befriedigte Lei⸗ denſchaft. Ich nahm Alles, dann entfernte ich den Kne⸗ bel, wiſchte meinen Dolch ab und ſteckte ihn in die Scheide.


