Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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Contumaciam zum Tode verurtheilt für alle ſeine Ver⸗ brechen. Lieben Sie ihn jetzt noch?

f Chriſtine wurde bleicher als ein Leichentuch und ſtand auf.

Sind Sie deſſen ſicher, was Sie geſagt, mein Herr?

So ſicher, wie meiner Liebe zu Ihnen!

Oh, verſetzte ſie, ich bin alſo beſchimpft, verloren für immer; denn die Liebe eines ſolchen Menſchen iſt ein Schandmal. Ein Dieb! ein Meuchelmörder! ein Vater⸗ mörder! Und dieſer Menſch kann ſagen, daß ich die Sei⸗ nige geweſen! Und er hat es zu mir geſagt! Und ich glaubte noch an die Zukunft und ich hoffte noch auf Glück! Oh, mein Herr, was habe ich Ihnen gethan, daß Sie mir in einem Augenblick ſo viel Leid zufügen?

Verzeihung, Chriſtine! Ich war nicht mehr Herr einer Eiferſucht, welche ſtets durch Ihre Vorwürfe und Verglei⸗ chungen gereizt wird.

Und was ſollen mir Ihre Entſchuldigungen? Was ſind Sie mir? Können Sie das Geſchehene ungeſchehen machen? Können Sie mir einen Namen und eine Stellung anbieten, welche meine Schmach verwiſchen? Können Sie mich an Ihre Seite ſetzen in dieſer Geſellſchaft, welche mich verachtet und der ich trotze? Können Sie mich zur Marquiſe von Monza machen? Nein, und abermals nein! Was wollen Sie alſo?

Ich will, daß Sie mir geſtatten, Ihnen mein Leben zu weihen; ich will, daß Sie annehmen, was die glühendſte Liebe und die gränzenloſeſte Hingebung nur immer geben können; ich will, daß Sie mir Gluͤck und Reichthum ver⸗ danken ſollen.

Wirklich, Herr Marquis? Ich bewundere Sie! Sie ſind ein Thor! Mich bezahlen wollen! mich! Mir Reich⸗ thümer anbieten, mir, die ich die Schätze eines König⸗ reiches zurückgewieſen! Nein, ich wiederhole es Ihnen: ich bin eine ehrbare Frau. Ich will einen Mann. Ich will einen Mann, den ich liebe, oder einen Mann, der mir

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