Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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einen mich

thun. eiben ſind vor rück⸗

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meinen Stolz bis zu dem Punkte demüthigen, daß ich Einem gehorchte, der Nichts taugt? Aber Sie, was ſind Sie denn? Eine Modepuppe, ein Mitglied des Jockey⸗ Clubbs, ein Weſen ohne Energie, ohne Macht, ohne ir⸗ gend ein Verdienſt. Sie haben es ſelbſt geſagt, Sie ſind ein ſehr eleganter, recht gut behandſchuhter Menſch, wel⸗ chem man den Geiſt der Couliſſen und der Bonmots zu⸗ geſteht, ein Geiſt, welchen man ſich leicht aneignen kann, wenn man ihn nicht beſitzt.. Was bedeutet für mich ein derartiges Verdienſt? Halten Sie mich denn für eine von jenen leeren und unbedeutenden Frauen, wie die alle ſind, welche Ihre Umgebung ausmachen? Lieben? Wiſſen Sie, was der Mann, den ich lieben ſollte, für mich

ſein müßte? Ein Werkzeug oder ein Gott. Sie können

weder das Eine noch das Andere ſein. Und wohin würde eine Liebelei mit Ihnen mich führen? Zur Schande und Verlaſſenheit. Ich bin die Frau der Pflicht, ich, obgleich ich einmal gefallen, bezaubert, unterjocht durch die ein⸗ zige der meinigen überlegene Natur, welcher ich jemals begegnete.

Und wiſſen Sie, wer der ſo überlegene, ſo bewunde⸗ rungswürdige Mann war, dem Sie ſich hingegeben?

Ein Menſch ohne Treu' und ohne Glauben; ich weiß das wohl und habe aufgehört, ihn zu lieben, ſobald ſein Charakter ſich mir in ſeinem wahren Lichte zeigte.

Sein wirklicher Charakter! Sie glauben ihn zu ken⸗ nen? Wohlan, erfahren Sie es denn, da Sie mich zwin⸗ gen, es zu ſagen: Dieſer Menſch, welchen Sie zum Rich⸗ ter über Ihre Zukunft gemacht, er, der Einzige, welcher Ihnen, wie Sie ſagen, überlegen iſt, dieſer Menſch iſt ein Fälſcher, ein Dieb, Meuchelmörder, ein Vatermörder!

Oh, mein Gott!

Dieſer Menſch iſt Ernſt von Saint⸗Serve, der Vetter meiner Frau, deſſen tragiſche Geſchichte Sie ohne Zweifel in der Familie erzählen hörten. Dieſer Menſch iſt in