Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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bei

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machte ſich Chriſtine Nichts daraus, allein zu ſchlafen. Nach einem kleinen, von der Frau des Schweizers impro⸗ viſirten Diner machte ſie einen Spaziergang im Garten, und da ſie ſich ermüdet fühlte, warf ſie ſich auf ein Sopha und ſchlief bald ein. 1

Nach Verfluß von zwei oder drei Stunden wurde ſie erweckt durch das Geräuſch eines Schlüſſels, welcher ſich im Thürſchloß drehte, und die Thüre öffnete ſich, obwohl ſie den Riegel vorgeſchoben hatte.

Erſchreckt ſprang ſie auf und fand ſich einem Manne gegenüber, welcher ein Licht in der Hand hatte.

Dieſer Mann war der Marquis.

Mein Gott, rief ſie aus, mit einer inſtinktmäßigen Geberde ihr Nachtkleid über der Bruſt zuſammenziehend,

was gibt es? Was wollen Sie, mein Herr? Hat ſich im

Schloſſe ein Unglück ereignet? Flavia...

Flavia befindet ſich vortrefflich, Fräulein, und Alles iſt wohlauf. Suchen Sie die ÜUrſache meiner Anweſenheit nicht außerhalb der einzig wirklichen. Sie fliehen mich auf dem Lande, ich konnte mich Ihnen dort nicht nähern, und ſo ließ ich Sie nach Paris gehen, um Sie zu zwin⸗ gen, mich zu ſehen und zu hören. Das iſt Alles. Ich habe dieſe Gelegenheit ſorgſam vorbereitet und werde mir ſie nicht entgehen laſſen.

Aber was wollen Sie denn noch von mir, mein Herr? Iſt zwiſchen uns nicht bereits Alles geſagt? Kennen Sie meinen unwiderruflichen Entſchluß nicht? Ich haſſe Sie bis jetzt noch nicht, zwingen Sie mich nicht, es zu thun; denn in dieſem Falle, ich ſage es Ihnen voraus, ſollte mich Nichts abhalten, Ihnen meinen Haß auch wirk⸗ lich zu beweiſen. Ich würde um deßwillen ſelbſt meine vielgeliebte Flavia verlaſſen und bis an's Ende der Welt fliehen.

Habe ich Ihnen nicht ſchon erklärt, daß ich Ihnen dahin folgen wuͤrde?

Ci, mein Herr, dieſe Sache muß ein Ende nehmen,