Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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nante eine Unmöglichkeit ſei. Er hielt ſich für geliebt und glaubte, daß Chriſtine nur durch ihre Tugend verhindert werde, ihm ein Geſtändniß zu machen. Dieſe Ueberzeu⸗ gung ſteigerte ſeine Achtung und Bewunderung. Der Ge⸗ danke an Heirath ging ihm durch den Kopf und zwar vielleicht öfter als ihm lieb war. Er fiagte ſich, ob es denn unmöglich wäre, ein junges und ſchoͤnes Mädchen voll Klugheit, Talent und Verdienſt mit einem großen Namen und einem vornehmen Nang zu verbinden. Einmal geſtellt, ſchien ihm dieſe Frage nicht gar ſchwer zu beant⸗ worten. Er dachte viel, er dachte immer daran. Chriſtine konnte das nicht bezweifeln.

Einen Monat nach der Ankunft der Familie bei dem Fürſten, empfing Herr von Monza wichtige Briefe, denen zufolge es erforderlich war, einen gewandten und ſichern Agenten nach Paris zu ſchicken. Er dachte zuerſt daan, ſelber hinzugehen; allein ſeine Gegenwart that ſeinem Va⸗ ter augenſcheinlich ſo wohl, daß der Greis, ohne recht zu wiſſen warum, ihn nicht von ſich laſſen wollte und jedes⸗ mal weinte, wenn er ihn nicht ſah. Amadee zeigte ſich ſehr verlegen über dieſes Hinderniß, da es ſich um die Summe von 200,000 Francs handelte, welche um eines Geſprächs von zwei Stunden willen verloren gehen konnten. Er ſchlug Robert vor, an ſeiner Statt hinzugehen; allein dieſer fand tauſend dringliche Gründe, es zu verweigern. Die plauſibelſten dieſer Gründe waren ſeine Unbekanntſchaft mit den Geſchäften und ſein perſönlicher Haß gegen den Agenten, mit welchem er zu thun haben ſollte.

Wie Sie wiſſen, ſagte er zu dem Marquis, bin ich ſehr lebhaft. Mit dem beſten Willen von der Welt müßte ich dieſen Menſchen, ſobald er mir einen Einwurf machen würde, der mir mißfiele, einen Schurken nennen und zur Thüre hinaus werſen, und damit ginge Alles zum Teufel.

In Wahrheit gefiel dem Grafen die Idee, Fräulein Orthez mit Amadee allein zu laſſen, ganz und gar nicht

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