Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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ich

Kut⸗ ünf⸗

lavia

n ich Herz uſam nacht, Hülfe rlaſſe

mit

mir

Wie, ſein? iſſen, den? rich erden reif⸗ Liebe außer hafter einen eiſten Hoff⸗ pfer, mich t er⸗ mpa⸗ inge⸗ hegt.

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Ah, wenn Sie Flavia ſo ſehr lieben, ſo müſſen Sie Mitleid mit ihrem Vater haben. Um Flavia's willen werden Sie ihn nicht zur Verzweiflung bringen, werden ihn nicht aus Ihrer Gegenwart verbannen, werden ihm erlauben, zuweilen von ſeiner Leidenſchaft zu ſprechen, welche ihm die Fähigkeit entzogen hat, mit irgend etwas Anderem ſich zu beſchäftigen. Sie können nicht daran denken, mich zu fliehen, Chriſtine, Sie müſſen bei mir bleiben. Meine Tochter iſt Ihnen theuer, nun wohlan, entführen wir meine Tochter, gehen wir Drei bis an's Ende der Welt, um dort unbekannt und für uns allein zu leben. Sprechen Sie ein Wort und ich werde die nöthi⸗ gen Kapitalien aufbringen und wir werden gehen und werden in einer andern Hemiſphäre das finden, was uns

hier mangelt, Liebe und Freiheit. Wollen Sie meinen

Namen? Ich werde Ihnen denſelben geben, ſtolz darauf, daß Sie ihn der Annahme würdigen. Oh, können Sie

denn zweiſeln, daß ich, wenn ich nicht dieſe unauflösbaren

Feſſeln trüge, ſogar bier und vor aller Welt Sie meine

Frau nennen würde? Ach, ich bin gefeſſelt, wie ein Ga⸗

leerenſklave an ſeinen Gefährten gefeſſelt iſt, wider meinen

Willen und für mein ganzes Leben.

Sie machen mich zittern, mein Herr, und ich will, ich darf nicht mehr hören. Mein Gott, wie unglücklich bin ich! Ich ſehe voraus, daß ich mein theures Kind werde verlaſſen, daß ich werde fliehen müſſen. Sie wer⸗ den mich dazu zwingen, denn ich ſchwöre es vor Gott und Angeſichts dieſer Bktze, welche uns in Aſche verwandeln können, daß ich nie Ihre Maitreſſe ſein werde. Laſſen Sie alſo ab von Angriffen, die keinen Erfolg haben kön⸗ nen. Nehmen Sie Vernunft an und laſſen Sie mich ſo glücklich ſein, als ich es hinieden ſein kann, indem ich mich damit beſchäftige, das junge Herz dieſes Kindes zu bilden und ſeinen jungen Geiſt zu ſchmücken. Ich werde Sie dafür ſegnen, mein Herr.

Die blutige Marquiſe. II. 3