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am Wege, wurden aber deſſenungeachtet allmälig bis auf die Haut durchnäßt, als ſie ſich anrufen hörten.
Sie liefen auf den Rufenden zu und erkannten den Marquis, der mit einem verſchloſſenen Wagen herbeikam. Er war ſo bleich wie ſie, überhäufte ſie mit Fragen, hüllte ſie in Mäntel und— ſeltſam— die erſte Perſon mit welcher er ſich beſchäftigte, war nicht ſeine Tochter.
Wie haben Sie uns denn gefunden, Herr Marquis? fragte Chriſtine.
Ich weiß es nicht, mein Herz hat mich geführt, und mich vermuthen laſſen, daß ihr nach dieſer Seite zu ge⸗ gangen.
Dies konute ſich auf Flavia beziehen und Chriſtine that, als glaube ſie es.
Ermüdet und durchnäßt, hatte das Kind in den Man⸗ tel ſeines Vaters ſich eingemummt und war bald auf dem Vorderſitz des Wagens eingeſchlafen. Der nach dem Schloſſe führende Fußpfad war kurz, allein der Wagen mußte der Hügel und ſchlechten Wege willen einen weiten Umweg machen. Die Kaleſche war zwar feſt verſchloſſen, aber der Regen peitſchte die Fenſterſcheiben, der Donner rollte
am Himmel und die Blitze blendeten die Pferde, welche
ſich unter der Peitſche häumten.
Inmitten dieſes Wirrwarrs, dieſer Gefahr waren die Beiden allein, denn das Kind ſchlief friedlich. Furchtlos erzogen empfand es keine Furcht und empfahl ſich Gott und ſeinem Schutzengel. Amadee's Herz pochte zum Zer⸗ ſpringen. Chriſtine betrachtete, bleich und ruhig wie ge⸗ wöhnlich, kalt das Gewitter, mit gekreuzten Armen in eine Ecke des Wagens geſchmiegt und an die Zukunft denkend. Die Gegenwart eriſtirte für dieſen abenteuerlichen Geiſt nicht.
Man weiß, wie raſch die Bergwege bei ſchlechtem Wetter ſchwierig und ſogar gefährlich werden. Sie kamen an einen plötzlich entſtandenen Waldſtrom und der Kut⸗ ſcher fragte, was er thun ſollte.


