Teil eines Werkes 
5. - 7. Bdchn (1850)
Entstehung
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das iſt eine Niederträchtigkeit. Er hätte von Henkershand gegeißelt werden ſollen.

Da ſehen Sie die Verſchiedenheit der Jahrhunderte. In unſern Tagen würde ſich ein Edelmann, der eines ſo furchtbaren Verbrechens ſchuldig wäre, eine Kugel vor den Kopf ſchießen, um dem Schaffote zu entgehen. Zu jener Zeit weihte er ſich der Buße und galt zwanzig Stunden im Umkreiſe für einen Heiligen. Welches iſt beſſer?

Die längere Qual. Ich kenne keine, die für einen ſolchen Menſchen groß genug wäre. Haben Sie je be⸗ greifen können, daß man im Stande ſei, eine Frau zu er⸗ morden? fragte Robert.

Nie! entgegnete Herr von Monza ſchaudernd, und

Doch, fuhr Beatrir fort, erinnern Sie ſich unſerer armen Sophie Hervé und des Ungeheuers Ernſt! Er hat ſie aus einem weit unedlern Grunde, des Geldes wegen, ermordet!...Und mein guter Vormund! O, ſehen Sie, Amadee, Sie thaten Unrecht, mir dieſe Geſchichte zu er⸗ zählen; ſie erweckt ſtets herzzerreißende Erinnerungen in mir und heute Nacht werde ich wieder nicht ſchlafen, ich werde wieder alle meine Geſpenſter ſehen.

Bei dem Namen Ernſt fuhr Chriſtine zuſammen und ihre Blicke richteten ſich auf Amadee, der es nicht zu be⸗ merken ſchien. Sie hätte gerne Näheres über dieſe Ge⸗ ſchichte erfahren, wagte aber keine Frage, da ſie die Mar⸗ quiſe ſcheute, und nahm ſich daher vor, ſich ſpäter dar⸗ nach zu erkundigen.

Fräulein Orthez, ſagte plötzlich Robert, was halten Sie von Irene und Ge trud?

Daß Irene ein Kind und Gertrud ein Ungeheuer war.

Ich bin ſo ziemlich Ihrer Meinung. Indeſſen ent⸗ ſchuldigen und erklären die Leidenſchaften Manches.

Sie haben Recht, Robert. So wie man im Leben vorwärts ſchreitet, tauchen immer neue Horizonte auf und