Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Belehrt durch dieſen erſten Erfolg, wendete ſie ſich ſpäter öfters an ſein gutes Herz und ſein brüderliches Ge⸗ fühl und gelegentlich nicht umſonſt. Sie bedurfte der Bewegung wollte er nicht mit ihr ſpazieren gehen? ſie ſehnte ſich nach der Landluft wollte er ſie nicht aus⸗ fahren? ſelbſtiſche Forderungen, die ſie wol ſtellen durfte, denn ſie führte ein ungewöhnlich eingezogenes und ein⸗ förmiges Leben. Ihr beſtändiger Aufenthalt war jetzt ein Sitz in ihrem kleinen Zimmer, wo Harry faſt mit Sicher⸗ heit darauf rechnen konnte, ſie zu finden, ſo oft er Luſt hatte, ſie aufzuſuchen, und es war bald nicht mehr zu ver⸗ kennen, daß er ihre Geſellſchaft nicht mehr mit dem frühern Eifer vermied, da er oft auf einige Augenblicke zu ihr kam, entweder nach dem Frühſtück, oder wenn er einmal zu Mittag nach Hauſe kam. Aber obgleich er ſie nicht länger als Eine betrachtete, die Gelegenheit ſuchte, ihn zu beobachten und zu tadeln, und obgleich es ihr dann und wann gelang, ihn einige Zeit zu beſchäftigen, ſo waren doch dieſe Gründe zur Hoffnung ſchwach und ſelten, wäh⸗ rend die Urſachen zur Entmuthigung immer wiederkehrten. Jeden Tag verſchlimmerte ſich das Ausſehen ſeines Antlitzes, ſein Schritt wurde unſicherer und der Ausdruck nervöſer unruhe und tiefer Seelenpein prägte ſich immer deutlicher aus. Oft fanden die Mitternacht und die frühzeitigen Morgenſtunden Mabel an ihrem einſamen Fenſter, wie ſie auf ſeine Rückkehr wartete; und der Schmerz über ſein Nichtkommen war nicht geringer als der über die rohen

Scherze, zornigen Flüche oder wilden und irren Blicke, die zuweilen ſeinen traurigen Zuſtand verriethen.

Auch ihren Vater quälte offenbar mehr als eine Be⸗ ſorgniß. Dieſe unſeligen Karten, über welchen er den gan⸗ zen Winter gebrütet hatte, nahmen alle ſeine Zeit in An⸗ ſpruch, ſo oft er zu Hauſe war, und häufig, wann er aus⸗ ging, rollte er ſie zuſammen und nahm ſie unter den Arm,

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