Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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gegangen, entſchloſſen habe, von dem Plane ganz abzu⸗ ſehen.

Da er dieſe Sinnesänderung irgend einer kleinen Ver⸗ uneinigung mit Louiſen oder einer Unzufriedenheit mit den vorgeſchlagenen Anordnungen zuſchrieb, ſo enthielt er ſich aller weitern Forſchungen nach der Urſache ihres anſchei⸗ nend wankelmüthigen Benehmens, ſprach ſich aber ganz zufrieden über das Reſultat mit mehr als gewöhnlicher Entſchiedenheit aus:Es freut mich, meine Gute es freut mich ſehr. Es war mir gleich nicht angenehm, daß Du in einer ſo zahlreichen Geſellſchaft reiſen wollteſt. Jetzt hoffe ich, wird nichts Deinem Beſuch bei Tante Mar⸗ gareth im Wege ſtehen. So befriedigt war er, daß, wie er aufſtand, um nach Beendigung ſeines zeitigen Früh⸗ ſtücks das Zimmer zu verlaſſen, er ihr liebreich und väter⸗ lich die Hand auf den Kopf legte, was bei ſeinem ſonſtigen kalten und zurückhaltenden Weſen faſt eine Liebkoſung ge⸗ nannt werden konnte und mindeſtens eine ganz beſondere Billigung bezeichnete.

So leicht die Berührung war, lockte ſie doch Thränen in Mabels Auge und ließ einen Eindruck in ihrem Her⸗ zen zurück, der lange nachhielt. Es war, als ob der Se⸗ gen eines Vaters ihr Opfer belohnte.

Harry's Anſichten und Empfindungen, als er einen Augenblick ſpäter eintrat, waren nicht ſo leicht zu be⸗ ſtimmen.

Du ſiehſt, ich bin nicht gereiſt, ſagte Mabel und ver⸗ ſuchte einen ſcherzenden Ton anzuſchlagen, wie er in der Thüre erſchien und ſtehen blieb, als er ſie erblickte.

Das ſehe ich, ſagte er, indem er vollends herein trat und ſich mit ſchlaffer Miene an den Tiſch ſetzte.

Wir Frauen haben ja ein Priuileg unn unſern Sinn zu ändern, ſetzte ſie in deunſelbmn Tone hinzu.

Ja, das ſollte ich meinen; Du ſcheinſt Dich ſo leicht