Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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machte, aufzuſtehen und ſich anzukleiden und zu einer noch

größern auf die Vergangenheit mit Faſſung zurück zu

ſchauen und mit Heiterkeit in die Zukunft zu ſehen. Sie wurde ſich vollkommen der unerwarteten Wahrheit bewußt,

daß die Seele nicht durch einen krampfhaften Verſuch die

erhabnen Höhen ſelbſtverleugnender Tugend erreichen kann,

ſondern nur durch beſtändiges und ausdauerndes Ringen

und eine geduldige Zuverſicht auf den, der verſprochen hat:

ich werde Dich nicht verlaſſen.

Zum Glück lag ihre kleine Bibel neben ihr und nach⸗ dem ſie in ihr Rath, Troſt und Frieden geſucht und ſich dem Himmel im Gebet empfohlen hatte, fühlte ſie ſich einigermaßen fähig, den Ereigniſſen des Tages zu be⸗ gegnen. In dem Vorſaal vor dem Speiſezimmer traf ſie Robert, der die Abreiſe der Vergnügungspartie berichtete, deren Mitglieder alle, wie er erzählte, in beſter Stimmung geweſen waren, mit Ausnahme von Alick und Murray, die Beide vor Betrübniß über ihre Abweſenheit bitterlich geweint hatten.

Auch Mabel war es faſt, als ob ſie weinen ſollte, wie ſie an den Schmerz der lieben Kinder und an die noch grö⸗ ßere Lücke dachte, welche ein Mitglied der Geſellſchaft, mit dem ſie zu Mittag zuſammen treffen ſollten, fühlen wür⸗ den, wenn er ſie vermißte und, erſtaunt über ihre Abwe⸗ ſenheit und deren Urſache vielleicht falſch deutend, vergeblich bei Louiſen Aufklärung des Geheimniſſes ſuchte. Ihre geſunkene Stimmung hob ſich jedoch wieder, als ſie ſah, mit welch unverkennbarer Befriedigung ſie ihr Vater nach ſeinem erſten verwunderten Blick empfing, wie ſie in das Speiſezimmer trat und ſich dem Tiſch näherte, wo er beim Frühſtück ſaß. Er hatte Robert nicht mit dem Wagen zu⸗

rückkommen ſehen und glaubte, ſie ſei ſchon nach Albany

unterwegs; hörte aber mit offenbarem Vergnügen ihre Verſicherung, daß ſie ſich geſtern, nachdem er von ihr fort⸗