Sweinndzwanzigstes Kapitel.
In ihrem tiefen, ſchwermuthvollen Auge Ruht länger nicht der heitere Glanz des Lebens; Und ſelbſt die Liebe, die ſo hold drin glänzte, Hat nur ſternloſe Nacht zurückgelaſſen. Nacht? Nein, ach, nein! Es iſt fruhzeitig Tagen— Die langen, dunkeln, hoffnungsleeren Stunden, Sie ſind vorüber, und des Glaubens Quelle, 4 Die gottgeſchenkte ſtrahlt aus ihrem Auge, Das ſich dem Himmel zukehrt. Mrs. Mayo.
Wenn die gehobene Stimmung, in welcher ein großer Entſchluß gewöhnlich gefaßt wird, bis zur Ausführung deſſelben ungeſchwächt fortdauern könnte, ſo wäre der Sieg faſt ohne Anſtrengung zu erringen. Aber wer kennt nicht die Reaction, die Schwäche und das Mißtrauen in ſich ſelbſt, welche die natürliche Folge einer ungewohnten In⸗ anſpruchnahme der phyſiſchen und geiſtigen Kräfte ſind? Erſt dann erfahren wir, wie wenig wir uns auf unſre eignen ſchwachen Bemühungen verlaſſen können, wenn Hülfe und Leitung von oben ſie nicht unterſtützt und kräftigt. r
So ging es auch Mabel, als ſie am Morgen nach ihrer vermeintlichen Selbſtüberwindung erwachte, bedrückt von einem peinlichen Gefühl der Ermattung und Nieder⸗ geſchlagenheit, das es ihr zu einer Sache der Anſtrengung


