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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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mich befragte, wohin ich mit meinem Eimer ſteuern wollte. Ich gab ihm Beſcheid und er rieth mir ab. „Wie,“ ſagte er,„wozu nützt Dir's, daß Du Dich in dieſen Frachtſchiffen zu Tode zerren und ſchleppen willſt, ſo lange noch Kriegsſchiffe unter Deinem Lee liegen?“ — Er theilte mir ferner mit, daß er ebenfalls wieder an Bord eines Kriegsſchiffes zu gehen gedenke, und drang in mich, daſſelbe zu thun; wir leerten ein paar Flaſchen mit einander und ich fühlte mich halb veranlaßt, auf ſeinen Vorſchlag einzugehen, allein der Gedanke an die Brigg ſchoß mir noch zeitig genug durch den Kopf, und ich verließ ihn nun, um mich nach der Werfte zu begeben. Als ich hier ankam, war es bereits zu ſpaͤt, indem das Fahrzeug längſt aus den Schleußen ausgelaufen und ſchon unterwegs im Fluſſe lag.

Mein Tagewerk war nun zu Ende, und ich beſchloß, mir einen ganzen Feſttag zu machen. Auf dem Rückwege jedoch begegnete ich Kapitän Mix; demſelben Offtzier, unter welchem ich zuerſt nach den Seen gegangen und der hernach auf dem„Delaware“ mein erſter Lieutenant geweſen war, und wir plauderten zuſammen über die Zeit, die wir in der Marine mit einander verlebt hat⸗ ten, worauf ich mich dann nach dem Werbhauſe der Marine begab. Der dienſtthuende Offizier war zufällig Herr Mae Kenay, mein früherer erſter Lieutenant an Bord des„Brandywine“, und ehe ich noch das Haus verließ, ſtand mein Name ſchon wieder auf der Liſte der Marine, ünd ich war wiederum Matroſe im Dienſte der Vereinigten Staaten. So habe ich mich faſt mein Leben⸗ lang vom Zufall in der ganzen Welt umherwerfen laſſen, und ließ mir am Morgen nicht träumen, was mir am Abend zuſtoßen ſollte. 3u gehöriger Zeit des Auslaufens ſtellte ich mich ein, und wurde an Bord des„Hudſon“ geſandt, welches Fahrzeug damals unter dem Befehl des Kapitän Mir ſtand. Ich kann mir wenigſtens zu meinem Troſte mit gutem Gewiſſen das Zeugniß geben, daß es mir nie