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ſuchte ich dieſe wieder auf, erfuhr jedoch von ihren alten Nachbarn, daß ſie ſchon zwölf Monate früher nach Mar⸗ tinique gegangen ſeyen. Dies war die letzte Nachricht, die ich je von ihnen erfuhr. Bill Swett war nun mit mei⸗ nem Dienſt in der Kajüte betraut, und Jack Pugh und ich mußten fortan den regelmäßigen Dienſt auf dem Schiffe⸗ beſorgen helfen; man wies uns eine Wohnung auf dem Vorplatz vor der Kajüte an, und gab uns Antheil an der Kajütenfracht, im Uebrigen aber wurden wir ganz gehal⸗ ten, wie die anderen Matroſen. Unſere Fracht beſtand in Weizen im Schiffsraum, Mehl im Zwiſchendeck, und Baumwolle auf dem Verdeck, und war ſo ſchwer, daß das Schiff tief in See ging; die Bemannung war gut, aber unſere beiden Steuerleute waren Ausländer.
Es begegnete uns nichts beſonders, bis wir uns der iriſchen Küſte näherten, als auf einmal ein heftiger Wind aus Süden und Weſten ſich erhob, und das Schiff unter dicht gerefftem großem Marsſegel und Fockſegel auf fürch⸗ terlich hochgehender See dahinſchoß. Etwa mit Einbruch der Nacht kam ein gewiſſer Harry von ſeinem Abendeſſen auf's Verdeck herauf, um den Mann am Steuerrade ab⸗ zulöſen; da nun ein furchtbarer Windſtoß eben einbrach, als dieſer Matroſe über das Verdeck ging, ward er gegen feines unſerer Boote, und von hier wieder auf die aus Gras gewundene Fockſchoote geſchleudert, die einſt auf der Fahrt nach London bei uns ſo beliebt geweſen war. Man hatte dies Tau zu einer Art Verdeck oder vielmehr zum Firſt eines Zeltes über das auf dem Verdeck auf⸗ geſtaute Frachtgut ausgeſpannt; allein es war inzwiſchen vermodert, und brach plötzlich, als der arme Teufel da⸗ gegen geſchleudert wurde, ſo daß er in die See ſtürzte. Wir wußten nichts anderes zu thun, als ihm den hölzer⸗ nen Verſchlag über der Hauptluke, der ſehr groß war, in die See hinunter zu werfen, allein das Schiff ging auf hohler See mit vollen Segeln davon, und mußte den ar⸗ men Burſchen in der toſenden Waſſerfluth hülflos ſeinem Schickſal überlaſſen. Einige unſerer Leute glaubten zwar


