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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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See lag; allein wir bemerkten wohl, daß ſie, als ſie von uns hinweg ruderten, die Richtung nach einem an⸗ dern Schiff hin einſchlugen. Seither habe ich von Iſaak Gaines gar Nichts mehr geſehen, noch gehört. Cook blieb bei uns und ging während unſeres Aufenthalts in London eines Tages mit Cooper nach Somerſet⸗Houſe, um ſich eine Anweiſung auf Priſengeld zu holen, wozu er durch ſeine Entlaſſung vom„Cambrian“ berechtigt war. Der Schreiber auf der Admiralität hieß ihn ſein Doku⸗ ment zurücklaſſen und ein paar Tage ſpäter wieder an⸗ fragen, damit er inzwiſchen den Betrag der Priſengelder zu ermitteln vermöge; dies geſchab, und der Zufall wollte es, daß Cook, der weder Zeugniſſe noch Paß hatte, ſchon auf dem Rückweg nach dem Schiffe einem Preßgang in die Hände fiel und davongeſchleppt wurde; wir hörten nie wieder auch nur das Mindeſte von ihm. Das war das Loos von mehr als Einem braven Burſchen in jener Zeit, mit welchen man einen Tag zuſammenlebte und denen man alsdann auf immer entrückt war. Viexrund⸗ zwanzig Stunden vergingen, bevor Kapitän Johnſton an Bord zurückkehrte; er brachte uns den Befehl, nach Lon⸗ don zu gehen, und da das Wetter ſchön und der Wind friſch war, ſtachen wir von Neuem in die See und be⸗ ſchleunigten unſere Fahrt ſoviel wie möglich; ſchon am andern Morgen erreichten wir die Meerenge von Dover. Der Wind war ſchwach, aber immer friſch, und unſere Fahrt ſiel gerade in jene Zeit, wo ganz England unter Waffen war, weil man einen Einfall der Franzoſen fürchtete. Etliche und vierzig Segel von Kriegsſchiffen konn⸗ ten wir von unſerem Bord aus zählen, als der Tag an⸗ brach, welche ſämmtlich in dem ſchmalen Fahrwaſſer die Nacht hindurch gekreuzt hatten, um einem Ueberfalle zu begegnen.

Mit der Fluth ſegelten wir nach London hinauf und ließen uns in die London⸗Docks bringen, wo wir unſere Ladung löſchten. Es war freilich das erſtemal, daß ich das moderne Babylon beſuchte; allein ich hatte wenig