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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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Gelegenheit, viel zu ſehen. Nur ein oder zweimal an Sonntagen ließ ich mich von Cooper, der in dieſem Fahr⸗ waſſer, was die Parks und das Weſtende der Stadt an⸗ belangte, bald ein tüchtiger Lootſe wurde, auf ſolche Kreuzfahrten in's Schlepptau nehmen; allein ich war noch zu jung, um viel zu lernen und zu beobachten. Die Meiſten von uns begnügten ſich, das Monument, die Hauptkirche und die Löwen zu ſehen, und nur Cooper nahm ſich einmal einen Tag lang einen Lohnbedienten, und ließ ſich den Tower, die Arſenale, die Kronjuwelen und die Rüſtkammer zeigen; er hatte Zeit genug dazu und ſeine Seemannstracht kam ihm dabei ſehr zu Statten, und er machte auch in ſeiner Schilderung dieſer Kreuz⸗ fahrt des Langen und Breiten Aufhebens davon. Kapitän Johnſton erhielt bald eine Fracht für das

Schiff, und wir legten uns nun den Docks gegenüber im

Strome vor Anker und nahmen nur vinfachen Ballaſt ein. Der Preuße, der Däne, der Unterſteuermann, und der engliſche Küfer verließen uns ſämmtlich in London, und an ihre Stelle traten ein Matroſe aus Philadelphia, ein anderer aus dem Staat Maine, der kaum zuvor von einem engliſchen Kriegsſchiff entlaſſen worden war, und ein junger iriſcher Burſch. Im Januar ſtachen wir wieder in die See und ſteuerten rüſtig der Straße von Calais zu; die Ueberfahrt war ſtürmiſch und der bis⸗ caiſche Meerbuſen insbeſondere ließ uns ſeine berüch⸗

tigten Eigenſchaften vollauf kennen lernen. Doch waren

es nur zwei ungewöhnliche Ereigniſſe, die uns auf der ganzen Fahrt aufſtießen: Als wir nämlich der portugie⸗ ſiſchen Küſte entlang ſegelten— wir hatten dabei nie das Land aus dem Geſicht verloren— kam windwärts eine bewaffnete Fetukte hinter uns her; das Fahrzeug machte Jagd auf uns und wir ſetzten, da der Kapitän⸗ ihrem Anſehen mißtraute, alle Segel bei, um ihr aus⸗ zuweichen. Das Wetter war neblicht und der Wind friſch, bisweilen ſogar ſtürmiſch. So oft der Wind ſchwächer ward, gewann die Felukke einen Vorſprung über uns,

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