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Edward Myers oder Erinnerungen aus dem Leben eines Seemannes / hrsg. von James Feminore Cooper
Entstehung
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hatte zu Schulden kommen laſſen, und hätte ich landen kön⸗ nen, ſo würde vermuthlich meine Vorliebe für ein unſtätes umherſchweifendes Leben einen heilſamen Einhalt und Buße erlitten haben. Nun aber war es zu ſpät, und ich war nun genöthigt, auf dem dornenvollen ſchwierigen Pfade weiter fortzuſchreiten, welchen ich ſo leichtſinnig und tollkühn be⸗ treten hatte. Oft kehre ich in Gedanken noch zu jenem Au⸗ genblicke zurück, und ſuche mir zu vergegenwaäͤrtigen, was wohl mein Schickſal für eine Wendung genommen haben würde, falls ich nie dieſen unglückſeligen Schritt gethan. Was der Prinz für mich gethan haben würde, läßt ſich nicht beſtimmen, obwohl ich es für ſehr wahrſcheinlich er⸗ achte, daß er, nach Art ſolcher Herren, nach meines Vaters Tode mich vergeſſen haben würde, wie dies mit meiner Schweſter der Fall war; dieſe ſank nämlich aus der geach⸗ teten ehrenvollen Lage, in welcher ſie wie ein Glied des Hauſes in jener Familie behandelt worden war, bei ihren Pflegeeltern allmählig zu einer Art erſter Dienerin herab, und mußte ſich herben Demüthigungen ausſetzen.

Später erfuhr ich noch, daß Herr Marchinton um meinetwillen große Nachforſchungen allum habe anſtellen laſſen, denn er vermuthete, ich ſey ertrunken, und ließ daher verſchiedene Orte um meines Leichnams willen mit Grundnetzen ausfiſchen. Derſelbe Wahn blieb in der gan⸗ zen Familie verbreitet, bis von New⸗York aus Nachrichten über meine Ankunft daſelbſt eingelaufen waren.

Mein Erſcheinen auf dem Verdeck gab zu mancherlei Späſſen zwiſchen dem Kapitän des Schooners und ſeinem Steuermann Veranlaſſung, und ich ward tüchtig ausge⸗ lacht, wiewohl im Grunde nicht mißhandelt. Meine Thä⸗ tigkeit beſchränkte ſich auf Beſorgung der Küche, was keines⸗ wegs eine ſchwierige und anſtrengende Aufgabe war, da die ganze Küchenvorrichtung aus zwei, in Backſteinen ein⸗ gemauerten Keſſeln beſtund und die Gerichte äußerſt ein⸗ fach waren. Die Offtziere bedienten ſich eines Abſuds von Saſſafras anſtatt des Thees, und das ganze Mittagsbrod beſtund aus geſottenem Ochſen⸗ oder Schweinefleiſch. Am